DFB-Schuhstreit Adidas darf bleiben, Spieler dürfen wechseln

Es ist ein "tragbarer" Kompromiss: Die deutschen Nationalspieler können ab sofort in den Schuhen ihrer Wahl antreten, müssen jedoch weiter mit Adidas kooperieren. Der DFB setzte seinerseits ein Zeichen - der Vertrag mit dem Stammausrüster soll verlängert werden.


Frankfurt am Main - Wie der DFB in einer Pressemitteilung erklärte, hätten der Verband "und sein langjähriger Partner und Sportartikel-Ausrüster Adidas beschlossen, den bestehenden Vertrag bis mindestens 2014 zu verlängern. Die Verhandlungen über die Details werden zügig abgeschlossen". Weitere Auskünfte werde man jedoch zunächst nicht erteilen, hieß es.

Nationalspieler, Schuhe des Anstoßes: Vertrag verlängert
AP

Nationalspieler, Schuhe des Anstoßes: Vertrag verlängert

Das gilt auch für die weiteren Punkte der Mitteilung. So werde Adidas "im Rahmen des neuen Vertragsverhältnisses auch weiterhin die komplette Spiel-, Trainings- und Freizeitbekleidung aller DFB-Auswahlmannschaften stellen sowie Spielerinnen und Spielern der A-, Frauen- und U 21-Nationalmannschaft mit sofortiger Wirkung freie Schuh- und Torwart-Handschuhwahl ermöglichen", teilte der DFB mit.

Im Gegenzug habe der Spielerrat der A-Nationalmannschaft zugestimmt, bei der "Vermarktung der Persönlichkeitsrechte der Nationalspieler eng mit dem DFB und Partnern zu kooperieren. Die Qualität der Adidas-Schuhe steht bei allen Nationalspielern außer Frage". Die DFB-Kicker, auch die, die beim Konkurrenten Nike unter Vertrag stehen, werden also weiterhin - beispielsweise in Werbefilmen - für Adidas auftreten. Lediglich das Schuhwerk und bei Torhütern zusätzlich die Handschuhe stehen zur freien Wahl.

Beteiligen werden sich alle Nationalspieler zudem an einer Grundschul-Initiative von DFB und Adidas. Das Ziel dieser Aktion sei es, "Schulkindern über attraktive Fußball-Angebote Gemeinschaftserlebnisse zu vermitteln".

goe



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.