DFB-Sportgericht Aachen gegen Nürnberg wird wiederholt

Für Zweitligist Aachen haben die Ausschreitungen im Spiel gegen Nürnberg schwerwiegende Konsequenzen. Die Partie wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit wiederholt. Der Alemannia droht allerdings weiteres Ungemach. Auch die Punkte aus dem Bielefeld-Spiel stehen auf der Kippe.

Frankfurt am Main - Ein Termin für das Wiederholungsspiel steht noch nicht fest. Sicher ist jedoch, dass die Partie auf dem Aachener "Tivoli" ausgetragen wird - allerdings ohne Zuschauer. Die Alemannia muss zudem eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro bezahlen und trägt die Kosten des Verfahrens. Die Einigung kam am Donnerstagabend auf Vorschlag des Vorsitzenden des DFB-Sportgerichts, Rainer Koch, zustande. Beide Clubs einigten sich darauf, dass eventuell fließende Fernsehgelder aus dem Wiederholungsspiel zwischen der Alemannia und dem "Club" geteilt werden.

Aachen (23 Punkte), das am 24. November gegen Nürnberg mit 1:0 gewonnen hatte, büßte durch die Neuansetzung und den Verlust von drei Zählern die Tabellenführung ein und fiel auf den vierten Platz zurück. Neuer Spitzenreiter ist der FSV Mainz (25) vor Energie Cottbus (24) und Rot-Weiß Oberhausen (23). Der 1. FC Nürnberg rangiert mit 22 Punkten auf dem fünften Platz.

Wegen des Dopingfalls des Aacheners Daniel Gomez droht der Alemannia demnächst der Abzug weiterer drei Punkte am "Grünen Tisch". Der Franzose, der in der Partie gegen Bielefeld (2:0) gespielt hatte, war am vergangenen Montag positiv auf das Mittel Methylprednisolon getestet worden. Bielefeld hat bereits Protest gegen die Spielwertung eingelegt. Sollte Aachen auch diese Punkte verlieren, würde das Team in der Tabelle weiter zurückfallen und nur noch knapp vor den Abstiegsplätzen rangieren.

Wurfattacken von den Zuschauerrängen

Bei der Partie zwischen Aachen und dem 1. FC Nürnberg waren nach einer Gelb-Roten Karte gegen Alemannen-Stürmer Erik Meijer in der 71. Minute Gegenstände von den Zuschauerrängen auf das Spielfeld geflogen. Nürnbergs Trainer Wolfgang Wolf wurde dabei am Kopf getroffen und musste ärztlich behandelt werden. Die Gäste setzten die Partie nur unter Protest fort.

"Es geht bei Null los und wir haben die Chance, drei Punkte zu holen. Für mich ist der Vorfall damit erledigt", sagte Wolf. Auch sein Aachener Trainerkollege Jörg Berger kann mit dem Urteil leben: "Wir müssen uns eben nochmal motivieren und nochmal Charakter zeigen. Es ist aber auch ein Zeichen, dass sich solche Vorfälle, egal in welchem Stadion, nicht wiederholen dürfen."

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