Ähnlichkeit mit SS-Runen Adidas sperrt Onlineverkauf von DFB-Trikot mit Nummer 44
Stoff für Diskussionen: Das neue DFB-Trikot in einem Sportgeschäft
Foto: Wolfgang Maria Weber / IMAGOSportartikelhersteller Adidas hat auf Kritik am Design einer Nummer des neuen Trikots der Fußball-Nationalmannschaft reagiert und will den Verkauf entsprechend anpassen. »Wir werden die Personalisierung der Trikots in unserem Onlinestore sperren«, sagte Adidas-Sprecher Oliver Brüggen der Deutschen Presse-Agentur. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) war am Ostermontag ebenfalls für eine Stellungnahme angefragt worden.
Im neuen Design erinnert die Rückennummer 44 an die Runen der Schutzstaffel SS aus der Zeit des Nationalsozialismus. Zuvor hatten ein Journalist auf X und anschließend auch die »Bild«-Zeitung über die Adidas-Pläne berichtet.
In den sozialen Medien war die Kombination aufgefallen, viele Menschen beteiligten sich an der Diskussion. »Für das Design der Namen und der Nummern zeichnet der DFB mit seinem Partner 11teamsports verantwortlich«, sagte Adidas-Sprecher Brüggen.
Am Montagmittag konnte das Trikot im Onlineshop noch personalisiert werden, auch die Nummer 44 war noch auswählbar. Bestimmte Namen mit Bezug zum Nationalsozialismus können grundsätzlich nicht bestellt werden. »Das entspricht nicht unseren Richtlinien für die Personalisierung. Bitte versuch’s mit etwas anderem«, erscheint als Hinweis bei einer entsprechenden Auswahl.
Das neue Trikot war kurz vor den beiden Länderspielen in Frankreich (2:0) und gegen die Niederlande (2:1) vorgestellt worden.