DFB-Urteil In Ulm regt sich Unbehagen

Verantwortliche und Spieler des vom Abstieg bedrohten Bundesligisten SSV Ulm sind mit der milden Bestrafung von Eintracht Frankfurt durch den DFB höchst unzufrieden.


Gelsenkirchen - "Für mich ist das keine Bestrafung, sondern eher eine Belohnung. Aber wir akzeptieren die Entscheidung", sagte der Manager des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten, Erich Steer, am Freitagabend nach dem 0:0 im Auswärtsspiel bei Schalke 04. Steer sprach von einem "milden Urteil" gegen den Bundesliga-Konkurrenten aus Hessen. Er ist überzeugt, dass andere Clubs bei gleichem Vergehen strenger bestraft worden wären.

"Aber wir Kleinen zählen ja sowieso nicht so viel. Wenn Ulm, Freiburg oder Unterhaching das gemacht hätten, könnten wir uns verabschieden. Nichts gegen Frankfurt, aber hier geht es ums Prinzip", kritisierte der Manager. Vor allem, die Höhe des Punktabzugs ist Steer ein Rätsel. "Zwei Punkte kapiere ich nicht. Schließlich haben wir einen Drei-Punkte-Regel." Immerhin verbessere das Urteil die eigene Position im Abstiegskampf etwas. "Aber wir wollen das sportlich entscheiden. Es ist noch alles drin."

Wie Trainer Martin Andermatt reagierte auch Abwehrspieler Janos Radoki mit Unverständnis: "Ich finde es schon ein wenig traurig. Da geben die Frankfurter ein paar Millionen mehr aus als sie dürfen und dann werden ihnen zwei läppische Punkte abgezogen. Wie kommt der DFB auf zwei Punkte? Das ist irgendwie hirnrissig."



© SPIEGEL ONLINE 2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.