DFB-Urteil Treter Guerrero wird für acht Spiele gesperrt

Höchststrafe für HSV-Stürmer Paolo Guerrero: Der Peruaner muss für seinen Tritt gegen Stuttgarts Torwart Sven Ulreich mit einer Sperre über acht Spiele büßen. Der Bundesligist reagierte geschockt, verzichtet aber auf einen Einspruch.  
HSV-Stürmer Guerrero: Höchststrafe für den Tritt an der Eckfahne

HSV-Stürmer Guerrero: Höchststrafe für den Tritt an der Eckfahne

Foto: DPA

Hamburg - Paolo Guerrero ist für seinen üblen Tritt gegen Stuttgarts Torhüter Sven Ulreich für acht Spiele gesperrt worden. Dies hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Dienstag beschlossen.

Das Urteil gegen den Stürmer des Hamburger SV erfolgte im Einzelrichter-Verfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen einer Tätlichkeit. Die Sperre beläuft sich auf sieben Wochen, durch eine "englische Woche" sind es aber acht Spiele.

Der HSV hat das Urteil akzeptiert. "Ich finde die Strafe zu hart. Ich glaube, man will ein Exempel statuieren, aber man muss damit leben", sagte Trainer Thorsten Fink. Der Club werde keinen Einspruch einlegen.

"Das Foul war ohne Zweifel eine Rote Karte, die unbedingt eine Strafe nach sich ziehen muss. Es wird auch eine Strafe vom Verein geben", sagte HSV-Club-Chef Carl-Edgar Jarchow, "aber die Strafe von acht Spielen ist unverhältnsmäßig hoch im Vergleich mit ähnlichen Fällen." Sportdirektor Frank Arnesen ergänzte mit Blick auf Guerrero: "Für ihn ist das quasi das Saisonende und für uns sportlich ganz klar eine Schwächung."

Guerrero war Ulreich in der 54. Minute des Heimspiels gegen den VfB Stuttgart (0:4) am Samstag in Höhe der Eckfahne mit gestrecktem Bein von hinten gegen den linken Unterschenkel gesprungen. Daraufhin hatte ihn Schiedsrichter Peter Sippel des Feldes verwiesen. Nun steht der Torjäger seinem Club erst wieder am 33. Spieltag gegen Mainz 05 zur Verfügung.

Acht Spiele musste in dieser Saison bisher nur der Schalker Mittelfeldspieler Jermaine Jones aussetzen. Jones wurde für seinen Tritt im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den Mönchengladbacher Marco Reus gesperrt.

aha/dpa/sid
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