Fußball-Bundesliga DFL-Chefin Hopfen tritt zurück

Donata Hopfen war erst zu Jahresbeginn als Nachfolgerin von Christian Seifert als Geschäftsführerin der Deutschen Fußball Liga angetreten. Jetzt beenden DFL und Hopfen die Zusammenarbeit.
Donata Hopfen

Donata Hopfen

Foto: Matthias Hangst / Getty Images

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) vollzieht einen Führungswechsel. Die bisherige Chefin Donata Hopfen muss nach nicht einmal einem Jahr im Amt ihren Posten räumen. Das ist das Ergebnis einer Aufsichtsratssitzung vom Mittwoch, welches die DFL am Abend mitteilte. Laut Medienberichten sollen die Klubmanager Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt) und Oliver Leki (SC Freiburg) den Profiverband nun interimsweise führen, bis die Hopfen-Nachfolge geregelt wird. Dazu gab es zunächst allerdings keine Bestätigung.

Die 46 Jahre alte Hopfen hatte am 1. Januar die Nachfolge des langjährigen Chefs Christian Seifert als Vorsitzende der Geschäftsführung angetreten, ihr Vertrag lief ursprünglich bis Ende 2024. Das Engagement muss nun als Missverständnis gewertet werden.

Große Teile der DFL-Gremien und der 36 Profiklubs waren mit der Arbeit Hopfens unzufrieden. Das lag vor allem daran, dass sie bei zahlreichen Baustellen wie der 50+1-Regel, der Digitalisierung, dem Einstieg eines Investors, der Auslandsvermarktung, dem neuen Grundlagenvertrag mit dem DFB und der kommenden Ausschreibung der Medienrechte nach Ansicht ihrer Kritiker nicht entscheidend vorangekommen ist.

Vereinsarbeit spricht für Leki und Hellmann als Nachfolger

Hopfen selbst hatte in einer Stellungnahme, die von der DFL veröffentlicht  wurde, neben einer »tragfähigen Zukunftsstrategie für den deutschen Profifußball« vor allem finanzielle Erfolge ihrer Amtszeit hervorgehoben. So zum Beispiel das Rekordergebnis bei Lizenzrechte-Vergabe für Sticker und Trading Cards inklusive NFTs über 170 Millionen Euro. Hans-Joachim Watzke, Aufsichtsratsvorsitzender der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, dankte ihr für »wichtige Impulse« und die »vertrauensvolle Zusammenarbeit«.

Der Freiburger Finanzvorstand Leki und der Frankfurter Vorstandssprecher Hellmann haben beide bereits wichtige Positionen in DFL-Gremien besetzt. Für beide Funktionäre spricht ihre gute Vereinsarbeit. Sowohl der Sport-Club wie auch die Eintracht stehen für sportlichen Erfolg und solides Wirtschaften.

vgl/sid

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