Fußball-Bundesliga DFL diskutiert über Spielplan-Änderung

Alles neu ab Sommer 2013? Die Spielpläne der ersten und zweiten Liga könnten grundlegend neu erstellt, die Reihenfolge der Rückrunden-Partien erst in der Winterpause festgelegt werden. Das war Thema beim Treffen zwischen den Club-Managern und der DFL - die reagiert jedoch zurückhaltend.
Bayern-Profi Ribéry (r.), Dortmunder Götze: Top-Spiele am Saisonende

Bayern-Profi Ribéry (r.), Dortmunder Götze: Top-Spiele am Saisonende

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images

Hamburg - Eine Institution der Fußball-Bundesliga könnte schon bald Geschichte sein: der gespiegelte Spielplan, nach dem die Partien der Rückrunde in der gleichen Reihenfolge absolviert werden wie in der Hinrunde. Ab der Saison 2013/2014 könnte es erstmals zwei separate Spielpläne für beide Saisonhälften geben.

Demnach soll im Sommer zunächst ein Spielplan für die Hinrunde entworfen werden. In der Winterpause folgt dann die Erstellung des Tableaus für die zweite Saisonhälfte, unabhängig von der Reihenfolge der Hinrundenpartien. Das berichtet der "Kicker".

Götz Bender, Spielleiter der Deutschen Fußball-Liga (DFL), bestätigte zwar, dass bei einem Treffen der DFL mit den Managern der ersten und zweiten Liga über das Thema "Spiegelungsaufhebung" gesprochen worden sei. Er schränkte jedoch ein: "Wir sprechen immer wieder über verschiedenste Dinge, das heißt nicht, dass wir diese auch umsetzen werden. Ich distanziere mich davon, dies einen Plan oder eine ernsthafte Erwägung zu nennen."

Bender betonte, dieses Thema sei nur eines von vielen gewesen, worüber bei der Tagung Anfang der Woche diskutiert worden sei. "Wir sprechen ja auch ab und an über Kunstrasen und haben ihn deswegen noch lange nicht." DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus sagte: "Es steht gar nichts an."

Ziel einer möglichen Änderung ist es, die wahrscheinlich spannenden Spiele der Rückrunde ans Saisonende zu setzen. Im Idealfall entscheiden sich dann erst an den letzten Spieltagen Meisterschaft, Europacup-Qualifikation und Abstieg. Damit soll vermieden werden, dass potentielle Top-Spiele schon zu Beginn der Rückrunde stattfinden, wie diese Saison etwa Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München (3:1) im Januar oder die Spiele dieser beiden Clubs gegen Schalke 04 im Februar.

ham/sid
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