Wegen Europa-League-Halbfinale DFL verlegt Eintracht-Spiel am vorletzten Spieltag

Eigentlich müssen an den letzten beiden Spieltagen alle Partien zeitgleich stattfinden. Die DFL macht für den Europa-League-Halbfinalisten Eintracht Frankfurt eine Ausnahme und verlegt das Spiel gegen Mainz.

Zuletzt kam Eintracht Frankfurt gegen Wolfsburg nicht über ein 1:1 hinaus
Martin Rose/ Getty Images

Zuletzt kam Eintracht Frankfurt gegen Wolfsburg nicht über ein 1:1 hinaus


Der Einzug von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt ins Halbfinale der Europa League hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) zu einer Ausnahme von der Ansetzungsregel an den letzten beiden Spieltagen veranlasst. Das Rhein-Main-Derby des Pokalsiegers gegen Mainz 05 am vorletzten Spieltag wird von Samstag (11. Mai) auf Sonntag (12. Mai) verlegt. Anpfiff ist um 18.00 Uhr.

Normalerweise schreibt die DFL-Spielordnung vor, dass die "beiden letzten Spieltage der Bundesliga und der zweiten Liga in jeder Spielklasse gleichzeitig" anzusetzen sind. Diese Regel soll möglichen Wettbewerbsverzerrungen vorbeugen. Gleichzeitig sieht die Spielordnung aber auch Ausnahmen vor: "Bei Teilnahme eines Klubs an einem internationalen Wettbewerb kann von dieser Regelung abgewichen werden", heißt es.

Der Ausnahmefall ist nun eingetreten, um Eintracht Frankfurt mehr als einen Tag Regeneration nach dem Rückspiel beim FC Chelsea (9. Mai) zu gönnen. Bereits bei der Veröffentlichung der Ansetzungen im März hatte die DFL darauf hingewiesen, dass sie sich diese Möglichkeit offenlässt.

Die Frankfurter Konkurrenz begrüßt die Entscheidung

Mainz hat mit 36 Punkten bereits jetzt den Klassenerhalt geschafft und keine Chance mehr auf die Europapokalplätze. Frankfurt allerdings kämpft in der Schlussphase der Saison noch um die Champions-League-Teilnahme.

Die Konkurrenten der Frankfurter um einen Platz in der Champions League sehen die Verlegung gelassen. "In anderen Ländern sind derartige Terminanpassungen schon lang gang und gäbe. Ich begrüße diese Entscheidung und finde sie gut - gut im Sinne des deutschen Fußballs", sagte Sportchef Alexander Rosen von der TSG Hoffenheim.

Ähnlich äußerte sich Rosens Kollege von Borussia Mönchengladbach. "Frankfurt kann nicht Donnerstagabend und dann schon wieder Samstag um 15.30 Uhr spielen, das würde ich auch nicht wollen", sagte Max Eberl der "Bild-Zeitung". "Vielleicht sollte man deshalb, um solch einen Fall in Zukunft zu vermeiden, mittelfristig überlegen, ob die letzten beiden Spieltage nicht komplett am Sonntag gespielt werden sollten."

mey/sid/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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briancornway 23.04.2019
1. Wenigstens nicht verzerrend
Okay, das ist ein guter Grund für eine Ausnahme. Schwierig wär's, wenn es sich um ein Spiel gegen einen Abstiegs- oder meisterschafts-Kandidaten ginge, dann könnte diese Verlegung eine ganz anderer Bedeutung bekommen. Aber die Eintracht wird sowieso um 3 Punkte spielen müssen, und für Mainz ist es eh egal.
skeptikerjörg 23.04.2019
2.
Zitat von briancornwayOkay, das ist ein guter Grund für eine Ausnahme. Schwierig wär's, wenn es sich um ein Spiel gegen einen Abstiegs- oder meisterschafts-Kandidaten ginge, dann könnte diese Verlegung eine ganz anderer Bedeutung bekommen. Aber die Eintracht wird sowieso um 3 Punkte spielen müssen, und für Mainz ist es eh egal.
Seh ich genau umgekehrt. Wenn es für den Gegner der Eintracht um Abstieg oder Meisterschaft ginge, wäre die Verlegung erst Recht angebracht. Die hätten sonst nämlich einen echten Wettbewerbsvorteil gegenüber den jeweiligen Mitkonkurrenten, wenn die Eintracht 33 Stunden nach dem Schlusspfiff des Chelsea-Spiels schon wieder ran müssten. Aber ist ja nicht so. Für Mainz geht es um die goldene Leberwurst und Frankfurt holt sich die Punkte für die CL-Qualifikation am letzten Spieltag - hoffe ich.
widower+2 23.04.2019
3. Schwierig!
Ich gönne es ja den Frankfurtern, die mit ihrem für zwei Wettbewerbe recht engen Kader im Schlussspurt wohl auf der letzten Rille fahren werden, wie man gestern in Wolfsburg schon gesehen hat. Hätte man diese Ausnahme allerdings für den FC Bayern gemacht (den ich nicht mag), wäre der Aufschrei unter den Nicht-Bayernfans wohl noch bis weit über die Alpen zu hören gewesen. Von daher ist Eberls Vorschlag mit den Sonntagsspielen nicht komplett blöd. Viel besser wäre es allerdings, auch die Europa League mittwochs spielen zu lassen. Das bedeutet aber wiederum Einbußen bei der Vermarktung.
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