Klub-Mäzen Hopp übernimmt die Mehrheit bei 1899 Hoffenheim

Ohne ihn würde Hoffenheim nicht in der Bundesliga spielen, nun hat Dietmar Hopp die Mehrheit bei 1899 übernommen. Möglich machte das die Konkurrenz.

Hoffenheim-Mäzen Hopp: Endlich die Mehrheit
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Hoffenheim-Mäzen Hopp: Endlich die Mehrheit


Hamburg - Dietmar Hopp wird beim Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim zum 1. Juli 2015 die Stimmenmehrheit übernehmen. Die Mitglieder stimmten am Montagabend bei der Jahreshauptversammlung des Vereins einstimmig dafür, dem Hoffenheimer Mäzen die Mehrheit an der Spielbetriebsgesellschaft zu übertragen. Möglich wurde dieser Schritt, nachdem die Deutsche Fußball Liga (DFL) im Dezember Hoffenheim eine Ausnahmegenehmigung erteilt hatte.

Bisher hielt Hopp 49 Prozent der Anteile an der Hoffenheimer Fußball-Spielbetriebs GmbH. Denn eigentlich dürfen Investoren gemäß der 50+1-Regel in Deutschland nicht die Stimmenmehrheit bei Profiklubs übernehmen. Doch nach einer Klage des Präsidenten von Hannover 96, Martin Kind, genehmigt die DFL nun auf Antrag Ausnahmen von dieser Regel. Voraussetzung dafür ist, dass ein Investor den Verein seit mehr als 20 Jahren ununterbrochen gefördert hat. Das ist bei Hopp und Hoffenheim der Fall.

Der 74 Jahre alte Mitbegründer des Software-Giganten SAP unterstützt den Verein bereits seit 1989. Insgesamt hat er in Spieler, Stadion, Leistungszentrum und weitere Infrastruktur etwa 350 Millionen Euro investiert.

Ausnahmen von der 50+1-Regel gab es in Deutschland bisher nur bei Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg. Mit Hopp wird es in Hoffenheim nun erstmals in einem deutschen Profiklub die Stimmenmehrheit für eine Einzelperson geben. Ab Juli hält er 96 Prozent der Stimmrechte in der Spielbetriebsgesellschaft.

frz/dpa



insgesamt 114 Beiträge
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dotter101 10.02.2015
1. und warum auch nicht
der Mann hat Millionen in den Verein investiert, schon seit langer zeit und nicht nur zum Profi einkauf aber auch Förderzentren etc Ich bin wahrlich kein Hoffenheim Fan, aber habe überhaupt kein Problem mit Hopp. Der Mann ist ein Fussball Irrer der glücklich ist sein Geld für seine liebe auszugeben und nebenher auch noch stark sozial engagiert ist.
Quatsch 10.02.2015
2. Ist doch schön für Hoffnheim
An soviel Kontinuität könnten sich andere Vereine und Investoren mal ein Beispiel nehmen. Ein Glücksfall für den Verein und die Region.
milhouse_van_h. 10.02.2015
3. Ergänzung
erwähnenswert ist in meinen Augen auch, dass Hopp schon sehr lange 96% der Anteile an der TSG Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH hält und der e.V. nur 4%. Lediglich sein Stimmrecht war auf 49% der Stimmen aufgrund der 50+1 Regelung beschränkt.
jstawl 10.02.2015
4.
Zitat von dotter101der Mann hat Millionen in den Verein investiert, schon seit langer zeit und nicht nur zum Profi einkauf aber auch Förderzentren etc Ich bin wahrlich kein Hoffenheim Fan, aber habe überhaupt kein Problem mit Hopp. Der Mann ist ein Fussball Irrer der glücklich ist sein Geld für seine liebe auszugeben und nebenher auch noch stark sozial engagiert ist.
Ist er. Wenn er aber auch nicht so empfindlich wäre, was Kritik an ihn angeht, würde man ihn auch bei anderen Vereinen mehr achten. Unabhängig davon: Die 50+1 Regelung war und ist m.E. richtig, aber durch die Aushöhlung der Regelung in Form von Kind/Hopp wie auch den Werksvereinen wäre eine Abschaffung fairer.
bratwurst007 10.02.2015
5.
Als nächstes hilft: Beten, dass er 100 wird. Nicht das er seine Anteile vererbt und der nächste Hopp so gar kein gesteigertes Interesse an Hoffenheim als Verein hat...
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