DFL-Chefin Hopfen offen für Bundesliga-Playoffs und Supercup im Ausland

Donata Hopfen, die neue Chefin der Deutschen Fußball Liga, schließt angesichts der Übermacht des FC Bayern die Einführung von Playoffs nicht aus – ebenso die Austragung des Supercups in Saudi-Arabien nicht.
Donata Hopfen

Donata Hopfen

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Wie könnten sich Einnahmen und Attraktivität des Profifußballs steigern lassen? Dazu hat Donata Hopfen, neue Chefin der Deutschen Fußball Liga, nun erste Ideen vorgestellt.

Die 45-Jährige schließt Playoffs in der Fußball-Bundesliga und einen deutschen Supercup in Saudi-Arabien nicht aus. »Die Liga wäre natürlich attraktiver, wenn sie mehr Wettbewerb an der Spitze hätte«, sagte sie in einem Interview mit der »Bild am Sonntag« mit Blick auf den möglichen zehnten Titel des FC Bayern München in Serie.

»Wenn uns Playoffs helfen, dann reden wir über Playoffs. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass die Bayern in den letzten Jahren einen Superjob gemacht haben.«

Die Münchner seien durch die ständigen Erfolge in der Champions League auch wirtschaftlich »immer größer geworden«. Hopfen verwies darauf, dass sie bei ihrem Amtsantritt zum Jahresbeginn als Nachfolgerin von Christian Seifert bei der Deutschen Fußball Liga gesagt habe, es gebe für sie keine heiligen Kühe.

Auf die Frage, ob es auch für die Bundesliga denkbar sei, wie die Spanier den Supercup mit vier Mannschaften in Saudi-Arabien auszutragen, sagte Hopfen: »Jede Maßnahme, die uns in Zukunft Geld bringen soll, muss zu uns passen. Ich finde aber, wir können in dieser Hinsicht aktuell gar nichts ausschließen.«

Hopfen hatte vergangene Woche erklärt, dass der Bundesliga durch die Pandemie ein Verlust in Höhe von insgesamt 1,3 Milliarden Euro droht.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, Hopfen erwäge diese Schritte, sie hat diese allerdings nur nicht ausgeschlossen.

mfu/dpa
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