Doping Mexikanischer Verband bestätigt Gerücht

Erst waren es nur Disziplinarmaßnahmen, jetzt ist es doch Doping: Der mexikanische Fußball-Verband FMF hat eingestanden, die Nationalspieler Aaron Galindo und Salvador Carmona während des Konföderationen-Cups wegen der Einnahme unerlaubter Substanzen nach Hause geschickt zu haben.


Nationalspieler Aaron Galindo: Vor dem letzten Gruppenspiel abgereist
DPA

Nationalspieler Aaron Galindo: Vor dem letzten Gruppenspiel abgereist

Mexiko-Stadt - Galindo und Carmona, die noch am 1:0-Überraschungserfolg gegen Weltmeister Brasilien in Hannover beteiligt waren, waren am Mittwoch vorzeitig nach Mexiko zurückgekehrt.

Welche verbotene Substanz bei Galindo und Carmona festgestellt wurde, gab der FMF nicht bekannt. Der Verband kündigte an, den Fall schonungslos aufdecken zu wollen. Zudem wurde Urs Linsi, Generalsekretär des Weltverbandes Fifa, über die Erkenntnisse des Verbandes informiert.

Offenbar hatten die Lateinamerikaner durch einen internen Test Kenntnis von der Einnahme verbotener Substanzen bei Galindo und Carmona erhalten. Bei den obligatorischen Kontrollen der Fifa bei den Spielen des Konföderationen-Cups - jeweils zwei Akteure jeder Mannschaft werden ausgelost - waren die Spieler nicht getestet worden. Am Sonntag (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) trifft Concacaf-Vertreter Mexiko im Halbfinale auf den zweimaligen Weltmeister Argentinien.

Die Fifa bestätigte heute die Halbfinalteilnahme Mexikos beim Konföderationen-Cup trotz des Doping-Verdachts. Alle Ergebnisse der mexikanischen Auswahl bei der "Mini-WM" bleiben bestehen. Galindo und Carmona wurden von der Spielerliste des Konföderationen-Cups gestrichen. "Diese Streichung betrifft nur diese beiden Spieler und entfaltet keine rückwirkende Gültigkeit", teilte der Weltverband mit. Die Fifa forderte den mexikanischen Verband auf, die beiden Fälle zu klären und "nach Abschluss der Untersuchung Sanktionen auszusprechen".

Noch am Mittwochabend hatte der mexikanische Nationaltrainer La Volpe beim Vorrundenspiel gegen Europameister Griechenland Doping-Nachfragen unbeantwortet gelassen. Medienberichten in Mexiko zufolge sollen bei den beiden Kickern Spuren von Nandrolon festgestellt worden sein.



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