Hamburg - Dortmunds Kapitän Sebastian Kehl streckte um 17.34 Uhr die elf Kilogramm schwere Meisterschale in die Höhe. Überreicht hatte sie Club- und Liga-Präsident Reinhard Rauball persönlich. "Uns hat die Gier ausgezeichnet. Die hat man auch heute wieder gesehen. Wir sind zielstrebig auf Tore gegangen. Das war herausragend in dieser Saison und hat keine andere Mannschaft geschafft. Deshalb sind wir verdient deutscher Meister", sagte Kehl nach dem 4:0 zum Saisonabschluss gegen den SC Freiburg.
81 Punkteholte der BVB, so viel wie noch keine Mannschaft zuvor. 28 Spiele blieb die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ungeschlagen, ebenfalls ein einmaliger Wert. Klopp weiß um die Bedeutung der Saison: "Heute ist Außergewöhnliches passiert, wir haben 81 Punkte geholt, das wird vermutlich sobald keine Mannschaft erreichen."
Die Übergabe der Schale fand auf der Westtribüne des Dortmunder Stadions statt. Auf dem Rasen wäre es eng geworden - und wohl auch ein wenig zu ungemütlich. 25.000 Fans hatten den Innenraum gestürmt, um mit ihren Helden den zweiten Titel in Folge zu feiern.
Fast 100.000 Fans feierten den BVB und seine Rekordsaison alleine in Dortmund. 80.000 Zuschauer waren wie gewohnt ins Stadion gekommen, mehr als 10.000 Anhänger sangen vor den Westfalen-Hallen. Die offizielle Meisterfeier findet allerdings erst am 13. Mai nach dem Pokalfinale in Berlin gegen Bayern München statt.
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Nach dem Schlusspfiff brachen in der Dortmunder Arena die Emotionen hervor. Die Fans wollten mit ihren Helden auf dem Platz feiern, wurden allerdings zurückgehalten. Das funktionierte allerdings...
...nicht lange, dann stürmten die BVB-Anhänger ihre "heilige Stätte".
25.000 Fans tummelten sich auf dem Rasen. Jeder von ihnen...
...wollte Teil dieser Meisterfeier sein und möglichst auch ein Erinnerungsstück an die Rekordsaison mit nach Hause nehmen. Die Tore hielten ebensowenig stand, wie...
...der Rasen. Die zweite Meisterschaft in Serie zelebrierten die Anhänger nicht weniger ausgelassen, als den überraschenden Titel der vergangenen Saison.
Die Mannschaft bahnte sich derweil ihren Weg auf die Westtribüne, um dort den verdienten Lohn ihrer Rekordsaison in Empfang zu nehmen.
Kapitän Sebastian Kehl bekam die Meisterschale aus den Händen von Club- und Liga-Präsident Reinhard Rauball überreicht...
...und stemmt die elf Kilogramm schwere Trophäe überglücklich in den verregneten Dortmunder Himmel.
Natürlich durfte auch Meister-Macher Jürgen Klopp die Schale halten.