Drei Thesen zu Eintracht Frankfurt Enge kann befreiend sein

Frankfurt steht im Europa-League-Halbfinale, doch dort wird es ohne Ante Rebic schwierig - es sei denn, ein anderer Angreifer wird wieder fit. In der Bundesliga sollte man erst einmal nicht auf die Eintracht setzen.

Nach dem Sieg gegen Benfica wurde es eng.
Arne Dedert / DPA

Nach dem Sieg gegen Benfica wurde es eng.

Von Stephan Spiegelberg und


1. Ohne Rebic wird es eng

Die Gelbe Karte in der 83. Minute gegen Ante Rebic besiegelte sein Fehlen im Halbfinal-Hinspiel gegen den FC Chelsea vor heimischen Publikum. Der kroatische Nationalspieler war gegen Benfica wieder Vorbereiter und Ballverteiler, legte sieben Torschüssen auf undlieferte die Vorlage zum 2:0 durch Rode.

Schon gegen Inter Mailand im Achtelfinale hatte Rebic den Frankfurtern in beiden Spielen mit Knieproblemen gefehlt, damals hatte Mijat Gacinovic ihn hinter den Spitzen ersetzt und die SGE-Offensive hatte offensichtliche Defizite. Nur ein Tor in zwei Spielen gelang. Aus den sechs Bundesliga-Spielen ohne Rebic holte die Eintracht übrigens neun Punkte.

2. Enge kann aber auch befreiend sein

Die Eintracht hat schon bewiesen, dass sie mit schwierigen personellen Situationen klarkommt. Im Hinspiel bei Benfica Lissabon spielte Frankfurt nach der Roten Karte wegen einer Notbremse gegen Evan N'Dicka mehr als 70 Minuten in Unterzahl und schoss dennoch zwei Tore aus dem Spiel heraus. Das 2:4 war dann wiederum nicht die optimale Ausgangslage für das Rückspiel - und dennoch konnten die Frankfurter am Ende jubeln.

Eine weitere Eintracht-Hoffnung: Vielleicht kann Sébastian Haller im Halbfinale am 2. Mai spielen. Der Franzose fehlt derzeit wegen einer Bauchmuskelzerrung. Mit 14 Treffern in der Bundesliga und fünf in der Europa League ist er nach Luka Jovic der zweitbeste Frankfurter Torjäger.

Beim höchsten Saisonsieg der Eintracht war Ante Rebic übrigens auch nicht dabei. Am 8. Bundesliga-Spieltag fehlte der Kroate beim 7:1 gegen Fortuna Düsseldorf wegen einer Sperre. Und auch beim deutlichsten Erfolg in der Europa League (4:0 gegen Olympique Marseille) wurde der 25-Jährige erst spät eingewechselt und war an keinem der Treffer beteiligt. Und falls alles schiefgeht, ist immer noch Neu-Torjäger Rode da.

RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX

3. Gegen Wolfsburg gibt es jetzt erstmal eine Niederlage

Anfang Dezember verlor Frankfurt zu Hause 1:2 gegen den VfL Wolfsburg, wenige Tage nach dem 4:0 über Marseille. Nun erwarten die Wolfsburger den Europa-League-Halbfinalisten am Ostermontag zum Gastspiel.

Wenngleich Wölfe-Coach Bruno Labbadia auf der Pressekonferenz vor dem Wochenende sagte, die Eintracht mache es trotz der Belastung durch zwei Wettbewerbe sehr gut, zeigte doch das1:3 zuletzt gegen Augsburg, dass die Kräfte endlich sind.

Die Eintracht in Lissabon hat lange mit nur zehn Mann gespielt, der VfL Wolfsburg ist frei von doppelter Belastung. Ob sich das Team von Adi Hütter für das Spiel am Mittellandkanal ebenso wird motivieren können, bleibt abzuwarten. Außerdem hatte Fredi Bobic nach dem Einzug ins Halbfinale eine Feier angekündigt: "Hier wird einiges passieren heute, da bin ich mir sicher." Nicht gerade die optimale Spielvorbereitung.

insgesamt 2 Beiträge
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weirich.bernd 19.04.2019
1. Pfff
das wird schon klappen gegen WOB. Ich bin mir sicher. Grüße an alle Eintracht Fans
nextgen 19.04.2019
2. Gefühl
leider habe ich das Gefühl das Frankfurts spielglück aufgebraucht ist, Chelsea ist jetzt noch mal ein anderes Kaliber! aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren und würde mich freuen wenn endlich mal eine deutsche Manschaft diesen cup gewinnt, und den fluch beendet .mfG Tunc
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