DTM Di Resta triumphiert in Barcelona

Hoffnung für Mercedes: Paul di Resta siegte in Barcelona und verkürzte so den Rückstand auf den Gesamtführenden Timo Scheider. Der Audi-Pilot sorgt sich zwei Rennen vor Saisonende dennoch nicht um seine Spitzenposition. Auch Ralf Schumacher fuhr in die Punkteränge.


Hamburg - Di Resta feierte beim neunten Saisonrennen der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft in Barcelona seinen zweiten Triumph in diesem Jahr und liegt in der Gesamtwertung nur noch sieben Punkte hinter Spitzenreiter Scheider (Audi). Die beiden letzten Rennen der Saison steigen am 5. Oktober in Le Mans und am 26. Oktober in Hockenheim.

Mercedes-Pilot Bernd Schneider im Qualifying: Platz drei im Rennen
DPA

Mercedes-Pilot Bernd Schneider im Qualifying: Platz drei im Rennen

Scheider belegte vor 35.000 Zuschauern in Barcelona den zweiten Platz, Dritter wurde Mercedes-Pilot Bernd Schneider. Für di Resta war es der zweite Sieg nach dem Triumph auf dem EuroSpeedway Lausitz. "Das war ein perfektes Wochenende für mein Team, ich freue mich riesig", so di Resta. Dann sagte er seinem Rivalen Scheider den Kampf an: "Ich gebe bestimmt nicht auf und greife weiter an."

"Paul war heute einfach zu gut, er war schneller, da habe ich gesagt: Na gut Junge, dann fahr halt vorbei", sagte Scheider. Sorgen um seine Titelchancen macht sich der 29-Jährige dennoch nicht: "Am Ende gewinnt der mit den meisten Punkten, und da liege ich weiter vorn."

Vor dem Rennen in Barcelona gab es einige Aufregung. Mercedes-Fahrer Gary Paffett durfte erst nach einer Berufung seines Teams starten. Der Brite war ausgeschlossen worden, weil Teammitglieder verbotenerweise Arbeiten an seinem Auto durchgeführt hatten. Rivale Audi verzichtete dagegen auf einen Protest, nachdem der achtmalige Le-Mans-Gewinner Tom Kristensen um zehn Startplätze von Position 9 auf 19 zurückversetzt worden war.

Der 41 Jahre alte Däne erhielt die Strafe für ein "Foul" in der Boxengasse an Paffett. Der Audi-Pilot fühlte sich im Qualifying vom Briten blockiert, war ihm in die Seite gefahren und hatte dabei noch einen Sportkommissar in der Boxengasse gefährdet.

Auch dem früheren Formel-1-Piloten Ralf Schumacher wurde bei einem Überholmanöver in der Boxengasse die angebliche Gefährdung von Personal zum Verhängnis. Die Sportkommissare verhängten gegen den Mercedes-Star, der von Platz 16 ins Rennen ging, eine Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro. Nach einer Aufholjagd und einer Zeitstrafe gegen Audi-Pilot Mattias Ekström fuhr Schumacher noch auf Position acht nach vorne und gewann so seinen zweiten DTM-Punkt.

hut/sid



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