Fußball-WM Deutsche Spielmacherin Marozsán fällt für die Vorrunde aus

Im zweiten und dritten WM-Spiel gegen Spanien und Südafrika müssen die DFB-Frauen ohne ihre beste Spielerin auskommen: Dzsenifer Marozsán erlitt gegen China einen Zehenbruch.

Dzsenifer Marozsán
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Dzsenifer Marozsán


Das deutsche Fußball-Nationalteam muss in den beiden verbleibenden Vorrundenspielen bei der WM in Frankreich auf Spielmacherin Dzsenifer Marozsán verzichten. "Sie hat einen Zehenbruch. Das bedeutet, dass wir in der Vorrunde nicht mehr auf sie zurückgreifen können", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg am Tag vor dem zweiten Spiel gegen Spanien am Mittwoch (18 Uhr/Liveticker bei SPIEGEL ONLINE, TV: ZDF und DAZN) in Valenciennes. Als dritter Vorrundengegner der Deutschen wartet am Montag Südafrika.

Die 27 Jahre alte Marozsán vom Champions-League-Sieger Olympique Lyon hatte wie einige andere deutsche Spielerinnen beim 1:0-Sieg im ersten Gruppenspiel gegen China am Samstag arge Blessuren davongetragen. Der rechte Fuß war danach stark geschwollen. Nun wurde ein Zehenbruch diagnostiziert.

Wann Marozsán wieder einsatzfähig sein wird, ließ Voss-Tecklenburg offen: "Wir werden versuchen, sie bei der WM wieder auf den Platz zu bringen, aber eine Prognose können wir nicht abgeben", sagte die Bundestrainerin.

Der Ausfall trifft das Team schwer. Marozsán gilt als eine der besten Spielerinnen der Welt. Gerade wurde sie zum dritten Mal in Serie zur besten Spielerin der französischen Liga gewählt. Die WM in ihrer Wahlheimat sei "eine besondere für Dzseni", sagte Voss-Tecklenburg. Deshalb tue ihr der Ausfall jetzt besonders leid. Wie sie den Ausfall ihrer Nummer Zehn kompensieren will, ließ Voss-Tecklenburg nicht durchblicken.

Für das deutsche Team ist die Partie gegen die spielstarken Spanierinnen, die ihr erstes Gruppenspiel gegen Südafrika 3:1 gewinnen konnten, enorm wichtig. Gewinnt Deutschland, brächte sich das Team in eine sehr gute Position für das Achtelfinale: Als Gruppenerster würde es womöglich dem Favoriten USA vorerst aus dem Weg gehen können.

mey/dpa



insgesamt 27 Beiträge
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vogelskipper 11.06.2019
1. Völlig überbewertet!
Sorry, aber diese Spielerin ist meines Erachtens völlig überbewertet. Was hat sie denn bei der letzten WM oder EM so tolles gebracht? Ich konnte es nicht wirklich sehen. Und beim ersten Spiel dieser WM war sie auch mehr unsichtbar als als sichtbar.
sapiens-1 11.06.2019
2. Das sollte zu verschmerzen sein...
...zumal Frau Marozsán in der NM in den letzten Jahren nicht unbedingt mit Super-Leistungen in den Vordergrund getreten ist. Ohne ihr zu nahe treten zu wollen, aber für mich ist sie das weibliche Pendant, was erst kürzlich über einen ehemaligen männlichen Nationalspieler gelesen habe: Eine Luxusspielerin. Das soll heißen, wenn es eh gut läuft, bringt sie ihr Können auch zur Geltung, wenns dagegen nicht so toll geht, spielt sie auch noch ein wenig schlechter als die anderen. Genauso kommt sie mir leider auch vor. Im Spiel am Samstag hatte ich zeitweise Mühe sie zu finden, obwohl ich mich auf sie konzentrierte, sie war einfach verschwunden sowohl in Halbzeit 1 wie auch 2. Sie kann bestimmt einiges, hat für mich aber ein zu großes Phlegma; in Lyon im Verein mag das angehen, da läßt die Arbeit anderer Damen sie dann glänzen, im der NM, wo so was wie eine Führungsspielerin sein soll(te) und qua Erfahrung und Palmares auch sein müßte (mit der notwendigen Arbeit dazu), sieht der geneigte Fan leider nichts bis wenig davon; daher sollten andere Spielerinnen die Chance erhalten diese Position auszufüllen. Ein Verlust ist D.M., so wie sie Samstag spielte, nicht, das muß man so sagen.
sekundo 11.06.2019
3. Im Spiel gegen
China war nicht Dszenifer Marozsan diejenige, die der deutschen Mannschaft Dynamik, Kreativität und Impulse gab sondern Sara Däbritz! Marozsan verschleppte oft genug mit ihrer gedanklichen und physischen Behäbigkeit das Spiel. Insofern ist mir um das nächste Spiel nicht bange.
staublungenmessias 11.06.2019
4. Was für Knallköpfe
mal wieder als erste Kommentatoren. Wer in Frankreich dreimal zur Spielerin des Jahres gewählt wurde ist mit Sicherheit keine Mitläuferin. Und mit schwer geprellten Fuß kann man vielleicht vor den Fernseher hinken und herablassende Bemerkungen posten - Weltklasseleistungen auf dem Rasen sind aber so gut wie ausgeschlossen.
ptb29 11.06.2019
5. Marozsan wird hier gehyped
obwohl sie in der Nationalmannschaft ihre Qualität nicht gezeigt hat. Bei den letzten Turnieren redeten alle über Marozsan, zu sehen war sie aber kaum.
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