Korruptionsskandal Ehemaliger Fußballfunktionär aus El Savador wird an die USA ausgeliefert

Bereits 2015 wurde Reynaldo Vásquez in seinem Heimatland verhaftet. Jetzt wird der ehemalige Fifa-Funktionär ausgeliefert. In New York soll ihm unter anderem wegen Geldwäsche der Prozess gemacht werden.
Reynaldo Vásquez während seiner Verhaftung 2015

Reynaldo Vásquez während seiner Verhaftung 2015

Foto: JOSE CABEZAS/ REUTERS

Der Ex-Präsident von El Salvadors Fußballverband, Reynaldo Vásquez, wird an die USA ausgeliefert und soll dort vor einem Gericht in New York angeklagt werden. Dies sollte noch am Freitag erfolgen, teilte das Bundesgericht im Bezirk Brooklyn mit. Vásquez soll in den Skandal um den Verkauf von Fußball- und Marketingrechten in Lateinamerika verwickelt sein.

Das US-Justizministerium wirft ihm in diesem Zusammenhang eine Reihe von Straftaten vor. Unter anderem geht es um Geldwäsche in Höhe von 450.000 US-Dollar. Vásquez war bereits Ende 2015 in seinem Heimatland festgenommen worden, die US-Behörden hatten daraufhin seine Auslieferung beantragt. 2017 war Vásquez in seiner Heimat wegen schweren Betrugs zu einer Gefängnisstrafe von acht Jahren verurteilt worden, weil er Sozialversicherungsbeiträge veruntreut hatte. Dadurch hatte sich seine Übergabe an die US-Justiz verzögert. Der Fußball-Weltverband Fifa sperrte Vásquez im Oktober 2019 lebenslang.

In New York wurden bereits mehrere frühere Fußballfunktionäre aus Lateinamerika verurteilt. So erhielt der frühere Fifa-Vizepräsident Juan Ángel Napout aus Paraguay im Dezember 2017 neun Jahre Haft. Das US-Justizministerium hatte zwei Jahre davor die Namen von insgesamt 16 beschuldigten Fußballfunktionären bekannt gegeben.

svs/dpa/sid
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