Thun gegen Zürich Marder außer Rand und Band

Er hatte gar keine offizielle Spielerlaubnis, aber das störte den Marder nicht weiter. Im Spiel der ersten Schweizer Liga zwischen Thun und Zürich stürmte das Raubtier den Platz und hielt die Spieler in Atem. Der erste Einfangversuch endete erfolglos - und blutig.

DPA

Hamburg - Fußball und Tiere, diese Kombination liefert immer Stoff für besonders lustige Geschichten. Bayern-Torwart Sepp Maier war gegen den VfL Bochum im Münchner Olympiastadion einmal so gelangweilt, dass er eine Ente jagte. Und ein Schäferhund biss Schalkes Friedel Rausch beim Revierderby gegen Borussia Dortmund einmal herzhaft in den Hintern. In der Schweiz ist es nun ein Marder, der für Aufsehen und Belustigung sorgt.

Erst wenige Minuten sind am Sonntag in der Partie zwischen dem FC Thun und dem FC Zürich gespielt, als das Tier den Platz der Thuner Arena stürmt (hier der Link zum Video). Seine Sprints und Richtungswechsel erinnern an Mehmet Scholl in seinen besten Zeiten. Wie früher der Bayern-Profi von den gegnerischen Defensivreihen ist auch Kollege Marder dank seines geschmeidigen Körperbaus von den Spielern kaum einzufangen.

Nur gut, dass Scholl in seiner Karriere nie auf Loris Benito getroffen ist. Der Zürcher Verteidiger stellt sich dem Marder furchtlos entgegen, lässt sich auch durch eine geschickte Körpertäuschung nicht aus dem Konzept bringen und fängt das sich wehrende, weil beißende Tier ein. Dafür nimmt Benito auch einen blutenden Finger in Kauf - und muss während seiner Behandlung mit ansehen, wie der Pelzträger wieder ausbüchst.

"Im Nachhinein war diese Aktion vielleicht etwas leichtsinnig. Man weiß ja nicht, was dieser Marder alles für Krankheiten auf sich trägt", sagte Benito später der Schweizer Zeitung "Blick". Um eine Ansteckungsgefahr muss sich Zürichs David Da Costa dagegen nicht sorgen, er trägt bissfeste Torwart-Handschuhe. Der Keeper tut das, wofür er täglich trainiert - kräftig zupacken. Da hat dann auch Kollege Marder keine Chance mehr.

Ach ja, Zürich gewann das Spiel 4:0 (1:0). Der Marder hat aber keines der Tore gesehen. Er wurde nach Angaben des Thuner Clubs neben dem Stadion ausgesetzt und machte sich aus dem Staub.

ham



insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Arl Karsch 10.03.2013
1. Filmchen vom Marder
Ein flinker Kerl! Marder beim Spiel FC Thun vs. FC Zürich - YouTube (http://youtu.be/iNTBxBn_qYI)
unsermichel 10.03.2013
2. Hopp, Schwyz!!
Hopp, Schwyz!! Hoffentlich wurde das Tierchen nicht auf einem Parkplatz ausgesetzt ...
Lankoron 10.03.2013
3. Thun hätte
den flinken marder nicht freilassen, sondern sofort verpflichten sollen...
chalchiuhtlicue 11.03.2013
4. optional
Gibt es in dem betreffenden Kanton noch Tollwut? Falls ja, war die Aktion von Benito keine sonderlich kluge Idee ...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.