Eintracht Braunschweig Trainer Lieberknecht schließt Rücktritt aus

Kein Sieg, nur drei Tore und nach sieben Spieltagen erst ein Punkt: Bei Aufsteiger Eintracht Braunschweig deutete nach dem schwachen Saisonstart schon vieles auf einen Trainerwechsel hin. Doch nun überrascht Torsten Lieberknecht mit einer echten Kampfansage.

Braunschweig-Trainer Lieberknecht: "Alles geben bis zum Schluss"
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Braunschweig-Trainer Lieberknecht: "Alles geben bis zum Schluss"


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Hamburg - Die Worte am vergangenen Sonntag klangen noch resignierend: "Ich versuche, Lösungen zu finden. Aber viele Dinge, die ich versuche, fruchten nicht. Es ist schwer, jetzt Optimismus zu versprühen. So ein Rückschlag bringt mich zum Grübeln", hatte Eintracht Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht nach der 0:4-Niederlage gegen den VfB Stuttgart gesagt. Nun hat er trotz des schlechtesten Saisonstarts eines Fußball-Bundesligisten Spekulationen über einen vorzeitigen Abschied energisch zurückgewiesen.

"Ich werde hier nicht zurücktreten - definitiv nicht", sagte Lieberknecht in einem Interview mit dem TV-Sender Sport1: "Ich werde bis zum Schluss aufopferungsvoll alles geben, so wie ich es in den vergangenen fünf Jahren und auch als Spieler getan habe." Dabei hatte sich Lieberknecht nach dem Bundesliga-Negativrekord von einem Punkt und 3:18 Toren nach sieben Spieltagen zuletzt noch selbst in Frage gestellt. Eine Solidaraktion der Eintracht-Fans am Mittwoch stärkte seine Position.

"Ich weiß, was man damit bezwecken wollte, aber ich wusste auch schon vorher, dass ich hier eine Riesenunterstützung erfahre", sagte Lieberknecht, der Braunschweig vorige Saison nach 28 Jahren wieder in die Bundesliga geführt hatte. Gleichzeitig schwor der 40-Jährige der Eintracht die Treue: "Wir arbeiten mit den Jungs und dem Trainerstab weiter zusammen. Und diese Jungs werde ich nie verlassen."

Am Mittwoch hatten rund 500 Braunschweig-Fans Lieberknecht vor dem Niedersachsen-Derby beim VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Sky) gefeiert und mit minutenlangen Gesängen den Rücken gestärkt.

tpr/sid



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
saib9t 03.10.2013
1.
In meinen Augen hat Lieberknecht vor der Saison einen großen Fehler begangen, als er die Verpflichtung eines neuen Torhüters abgelehnt hat. Menschlich zwar toll für die beiden Keeper, mit denen Eintracht zweimal aufgestiegen ist, aber sportlich eine Katastrophe, weil fast jedes Spiel ein Tor auf die Kappe von Davari oder Petkovic geht. Es gibt aber auch genug andere Spieler, die dumme Fehler machen; der Kader ist halt einfach zu schwach und unerfahren für die Bundesliga. Allerdings hätte es ohne die Arbeit von Lieberknecht und Arnold in Braunschweig auf absehbare Zeit überhaupt keine Bundesliga gegeben und jeder Fan wusste, dass es extrem schwierig werden würde. Jetzt ist es zwar noch schlimmer als befürchtet, aber dann steigt man halt wieder ab. Erst wenn man in der zweiten Liga nicht in der oberen Hälfte mithalten kann, sollte man über Konsequenzen nachdenken, vorher sollten Lieberknecht und Arnold schalten und walten können, wie sie wollen. Eintracht ist mein Verein, und er wird's immer sein, Eintracht Braunschweig olé!
airmac 04.10.2013
2. Eigentlich hätte man in allen Mannschaftsteilen....
..dringend mehr Qualität holen müssen, wenn man ehrlich ist. Nur Kampf allein reicht einfach nicht, so kann es nur wieder runter gehen. Eigentlich schade.
hfftl 04.10.2013
3. .
Zitat von airmac..dringend mehr Qualität holen müssen, wenn man ehrlich ist. Nur Kampf allein reicht einfach nicht, so kann es nur wieder runter gehen. Eigentlich schade.
Ach, warum schade? Mindestens zwei Vereine müssen ja nun einmal absteigen. Und da ist es doch besser, es trifft einen Club wie Braunschweig, dem es nicht so viel ausmacht. Und einen wie Freiburg, dem es offenbar überhaupt nichts ausmacht.
airmac 04.10.2013
4. Schade deshalb, weil ...
Braunschweig ein echter Traditionsclub ist mit ausserordentlich leidenschaftlichen Fans. Schade auch deshalb, weil der Club in den letzten Jahren eine unglaubliche Erfolgsgeschichte hingelegt hat. Und nicht zuletzt deshalb auch schade, weil andere Clubs immer finanziell aus dem vollen schöpfen können, weil sie einen Sponsor im Hintergrund haben, dessen Quelle anscheinend nie versiegt. Aber so ist das nun mal im Fussball. Demnächst rückt das nächste Kunstprodukt nach.
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