Frankfurts Sieg in Gladbach Hradecky-Marsch ins Pokalfinale

Keeper Lukas Hradecky hat Frankfurt durch zwei Paraden gegen Gladbach ins Pokalfinale gerettet. Mit einer derartigen Leistung ist die Eintracht dort aber höchstens Sparringspartner. Alles Wichtige zum Spiel.


Die Ausgangslage: 0:0 - so hatten sich beide Klubs in der Hin- und Rückrunde der Bundesliga voneinander getrennt. In der Tabelle steht Frankfurt auf dem neunten Platz, Gladbach liegt nur einen Rang dahinter. Die Borussia ging jedoch als Favorit in die Partie. Zum einen, weil das Team von Trainer Dieter Hecking in den vergangenen Wochen deutlich bessere Leistungen gezeigt hatte, zum anderen, weil Gladbach vor heimischem Publikum spielte. Ein torloses Remis war diesmal jedenfalls nicht möglich.

Das Ergebnis: 7:8 (1:1, 1:1). Frankfurt entschied die Partie im Elfmeterschießen für sich und steht erstmals seit 2006 wieder in einem DFB-Pokalfinale. Hier geht es zum Spielbericht.

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Frankfurts Sieg in Gladbach: Aus elf Metern nach Berlin

Ärger vor dem Anpfiff: Eigentlich wollten die Gladbacher Ultras ihrer Mannschaft mit einer riesigen Choreografie einen zusätzlichen Schub Motivation mit auf den Weg geben, doch daraus wurde nichts. Eine übereifrige Reinigungskolonne hatte die 3000 Quadratmeter große und mehrere Tausend Euro teure Blockfahne versehentlich demoliert. Die Ultras waren daraufhin ziemlich sauer.

Die Startaufstellungen:
Borussia Mönchengladbach: Sommer - Elvedi, Christensen, Vestergaard, Wendt - Dahoud, Strobl - Traoré, Hofmann - Hahn, Stindl
Eintracht Frankfurt: Hradecky - Hector, Abraham, Oczipka - Chandler, Tawatha - Gacinovic, Mascarell - Fabián, Rebic - Hrgota

Die erste Hälfte: Frankfurt war in den ersten 45 Minuten klar besser, ging verdient durch Taleb Tawatha (15. Minute) in Führung und hatte durch Marco Fabián (1.), Branimir Hrgota (2.) und Ante Rebic (18.) hochkarätige Chancen, um das Ergebnis höher ausfallen zu lassen. Gladbach war spielerisch unterlegen und hatte nur zwei erwähnenswerte Gelegenheiten durch Mahmoud Dahoud (17.) und Jonas Hofmann (42.). Da die erste Hälfte aber nicht 45, sondern 47 Minuten dauerte, kamen die Fohlen noch zum unverdienten Ausgleich: Hofmann köpfte nach Vorlage von André Hahn ins Frankfurter Tor.

Die zweite Hälfte: Hatte fußballerisch nur wenig zu bieten. Fabián vergab die beste Chance der Frankfurter (50.). Lars Stindls Schuss aus 16 Metern, den Frankfurt-Keeper Lukas Hradecky ohne Probleme festhielt, war Gladbachs gefährlichste Aktion (75.).

Pechvogel des Spiels: In der 59. Minute wurde Frankfurts Marius Wolf für Omar Mascarell eingewechselt. Nur 13 Minuten später musste der Offensivspieler schon wieder ausgewechselt werden. Der Grund: Gladbachs Innenverteidiger Jannik Vestergaard hatte sich den Ball im Mittelfeld zu weit vorgelegt und den 21-Jährigen weggerammt. Wolf hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die Schulter und wurde anschließend zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Marius Wolf
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Marius Wolf

Die Verlängerung: Sparen wir uns.

Das Elfmeterschießen: Zunächst trafen jeweils die ersten sechs Schützen beider Teams. Dann vergab Gladbachs Andreas Christensen, doch auch Frankfurts Guillermo Varela scheiterte. Es schien so, als würde die Partie niemals enden. Nachdem die Schützen Nummer 15 und 16 angetreten waren, stand endlich der Sieger fest: Hrgota verwandelte, nachdem Gladbachs Djibril Sow nicht traf. Hradecky wurde mit zwei gehaltenen Elfmetern offiziell zum "Man of the Match" erkoren.

Erkenntnis des Spiels: Der FC Bayern München und Borussia Dortmund werden im zweiten Halbfinale (20.45 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: ARD und Sky) den Pokalsieg unter sich ausmachen.



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spon-facebook-1458183583 26.04.2017
1. Dann lassen Sie sich mal überraschen
Erinnern Sie sich nach dem Endspiel an Ihr Fazit Herr Runge. Es ist sicher falsch. Frankfurt wird es dieses Jahr machen.
milhouse_van_h. 26.04.2017
2. Schwachsinniges Fazit
mehr ist nicht zu sagen. Das Fazit ist Unsinn.
michaelblumfeld 26.04.2017
3. Abstiegskandidat Nr.1
Ach ja, der Spiegel und Herr Runge hatten die SGE ja vor der Saison schon eindeutig als heißesten Abstiegskandidaten identifiziert... bis Fußball gespielt wurde. Schaun ma mal (F.B.). Auf jeden Fall schöne Tür zum Europapokal.
farisabbas 26.04.2017
4. nein...
...stimmt nicht, die SGE wird im Enspiel alles geben, um zu siegen.....
kruderich 26.04.2017
5. Es ist frappierend,
was seit dem Weggang von Favre aus Gladbach geworden ist: eine mittelmäßige Mannschaft ohne Biß. Hecking vermag es nicht, die katastrophalen Fehler seines Vorgängers auszumerzen. Es wird zwar wieder erkennbar wieder mit einem festen System gespielt, aber es fehlt die technische Raffinesse die Favre dieser Rumpeltruppe eingehaucht hatte. Um diese vollkommene Mittelmäßigkeit zu übertünchen bräuchte es zumindest Leidenschaft! Aber selbst das bringen diese Ackergäule nicht zustande! Da ist selbst der FC momentan spannender.
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