Frankfurt siegt in der Europa League Traumtore, Platzverweise - und eine fantastische Choreo

Eintracht Frankfurt hat den zweiten Sieg im zweiten Europa-League-Spiel eingefahren. Die Eintracht-Fans glänzten mit einer fantastischen Choreografie, Lazio Rom mit zwei Platzverweisen.

Kevin Trapp
epa

Kevin Trapp


Eintracht Frankfurt hat für die nächste Überraschung in der Europa League gesorgt. Nach dem Sieg im ersten Gruppenspiel gegen Vorjahresfinalist Olympique Marseille gewann der Bundesligist 4:1 (2:1) gegen Lazio Rom - und grüßt in Gruppe H mit sechs Punkten von der Tabellenspitze. Danny da Costa (4. Minute), Filip Kostic (28.), Luka Jovic (52.) und erneut da Costa (90.+4) sorgten für die Frankfurter Tore. Marco Parolo glich zwischenzeitlich aus (23.). Lazios Dusan Basta sah in der Nachspielzeit der ersten Hälfte Gelb-Rot, Joaquín Correa in der 58. Minute sogar glatt Rot.

Europa-League-Niveau zeigten vor der Partie bereits die Eintracht-Fans. Eine riesige Choreografie in Erinnerung an die Uefa-Cup-Sieger 1980 prangte von den Tribünen. Die Spieler taten es ihrem Anhang gleich - spätestens beim wunderschönen 3:1 durch Jovic in der 52. Minute. Nach einem Konter spielte der überragende Haller den links gestarteten Eintracht-Stürmer frei. Jovic blieb allein vor Silvio Proto cool und lupfte den Ball über den herausstürzenden Lazio-Torhüter ins Netz.

Die Choreo der Frankfurter Fans
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Die Choreo der Frankfurter Fans

Von den feiernden Rängen angestachelt, spielte Eintracht aber auch schon in den ersten 45 Minuten einen überzeugenden Fußball. Es dauerte nur etwas mehr als drei Minuten, bis Jonathan De Guzmán eine Ecke von der linken Seite ins Zentrum schlug und da Costa fünf Meter vor dem Tor den Ball völlig verwaist unter die Latte drosch. Lazios Torhüter Silvio Proto blieben da nur verzweifelte Gesten gen Frankfurter Nachthimmel. Nicht zum letzten Mal an diesem Abend. Auch beim 2:1 durch Kostic war Proto chancenlos, weil Sébastien Haller und Gacinovic den Serben vorher sehenswert freigespielt hatten. Den Schlusspunkt setzte erneut da Costa in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Auch der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer durch Parolo tat der ausgezeichneten Stimmung keinen Abbruch. Auch, wenn dem Tor ein unabsichtliches Handspiel von Lucas Leiva vorausgegangen war. Schiedsrichter Serdar Gözübüyük aus den Niederlanden ließ aber wohl berechtigterweise weiterlaufen. Den Videoassistenten gibt es in der Europa League ohnehin nicht. So wurden auch die beiden Platzverweise gegen Correa und Basta nicht überprüft. Basta sah nach einem unterbundenen Konter Gelb-Rot, Correa flog nach einer Grätsche von hinten gegen de Guzmán sogar direkt vom Platz.

Für Lazio war es nicht nur symbolisch ein schmerzhafter Abend. Nach einem eigentlich harmlosen Foul von Torschütze da Costa landete Riza Durmisi in der ersten Hälfte böse auf dem rechten Arm - und zog sich wohl eine schwere Verletzung zu.

Für die Eintracht geht es in der Europa League am 25. Oktober weiter. Dann kommen die Zyprer von Apollon Limassol nach Frankfurt.

Eintracht Frankfurt - Lazio Rom 4:1 (2:1)
1:0 da Costa (4.)
1:1 Parolo (23.)
2:1 Kostic (28.)
3:1 Jovic (52.)
4:1 da Costa (90.+4)
Frankfurt: Trapp - Russ, Hasebe, Falette - Torro - da Costa, de Guzman, Gacinovic, Kostic (78. Tawatha)- Haller, Jovic (67. Rebic)
Lazio: Proto - Luiz Felipe, Acerbi, Wallace - Lucas Leiva (76. Luis Alberto) - Basta, Parolo, Milinkovic-Savic (64. Berisha), Durmisi (18. Lulic) - Correa, Immobile Schiedsrichter: Serdar Gözübüyük
Gelbe Karten: Trapp, de Guzman, Kostic / Basta, Immobile
Gelb-Rot: Basta (45.+3)
Rote Karte: Correa (58.)

hba



insgesamt 6 Beiträge
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radioactiveman80 04.10.2018
1. Was für ein Spiel!
Eine exzellente Demonstration guten Teamplays und des 12.Manns. Die individuelle Klasse Lazios mit einer überragenden Teamleistung niedergekämpft - Forza SGE!
hileute 05.10.2018
2. Großartige Leistung von Frankfurt
insbesondere das zweite Tor, da komm ich aus dem schwärmen nicht mehr heraus, keine Mannschaft kann das besser machen. Nach der übertriebenen zweiten Roten Karte hätte man früher nachlegen können, es schadet sicher nicht den direkten Vergleich gg Lazio zu gewinnen falls es doch noch zu Punktgleichheit kommt, aber die nächste Runde sollte so oder so erreicht werden, was in der mit Abstand stärksten El Gruppe meiner Meinung nach eine starke, nicht unbedingt zu erwartende Leistung ist
meresi 05.10.2018
3. Starkes Frankfurt
alle Achtung. Zum Thema Nachgetreten: auch wenns dem SPON nicht schmeck, CR7 sein Hotelintermezzo gehört nicht auf die Sportseite. Stellt euch vor, da lesen ja auch kleine Kinder mit.
Sal.Paradies 05.10.2018
4. Leider nicht nachgelegt
Gottseidank fiel noch das 4:1, da die SGE nach dem 2.Platzverweis rein gar nix mehr machte. Ja, die möchten sich für das Spiel gegen die TSG am WE schonen, aber ein klein wenig hätt`s schon sein können. Trotzdem super Leistung in Halbzeit Uno und die Tore waren schön anzugucken. Es gab Menschen welche die SGE als Absteiger sehen, was ich niemals unterschreiben würde. Die haben schon eine gute Truppe und die SGE hat gestern eindeutig besseren Fussball als die müden Bayern auf den Platz gebracht. So viel Fairness sollte sein....
tillydean 05.10.2018
5. vom Randale-Meister
zum Choreo-Meister....Hammer
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