Europa League Zwei kuriose Eigentore von Marseille, Frankfurt feiert Gruppensieg

Eintracht Frankfurt gewinnt Spiel um Spiel - gegen Olympique Marseille sogar ohne viel eigenes Zutun. Luka Jovic ist weiter in Topform - die Frankfurter Fans zeigten eine große Choreografie.

Frankfurter Jubel
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Frankfurter Jubel


Die nächste Europapokal-Party für Frankfurt: Die Eintracht hat auch das fünfte Spiel in dieser Europa-League-Saison gewonnen. Gegen den Vorjahresfinalisten Olympique Marseille gewann der Bundesligist 4:0 (2:0). Ex-Bayernspieler Luiz Gustavo und Bouna Sarr unterliefen dabei gleich zwei kuriose Eigentore zum 2:0 (17. Minute) und 3:0 (62.).

Die frühe Führung für die Eintracht hatte Luka Jovic erzielt (1.) und auch den Schlusspunkt zum 4:0 setzte der Serbe (67.). Es ist wettbewerbsübergreifend bereits der zehnte Sieg aus den vergangenen elf Spielen für die Eintracht.

Große Choreografie und eine frühe Führung

Die Choreografie der Frankfurter Fans
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Die Choreografie der Frankfurter Fans

Nachdem die Eintracht-Fans auch im dritten Heimspiel in dieser Saison mit einer großen Choreografie auffuhren, belohnte Jovic den eigenen Anhang nach nur 58 Sekunden. Nach einem Dribbling zog Mijat Gacinovic von der rechten Strafraumseite ab, scheiterte mit seinem Schuss aber an Marseilles Torhüter Yohann Pelé. Der Nachschuss von Jovic fand aber den Weg ins Tor. Es war das früheste Tor einer deutschen Mannschaft in der Geschichte der Europa League.

Frankfurt spielte weiter nach vorne, musste aber gar nicht selbst für das nächste Tor sorgen. Der unter Druck gesetzte Luiz Gustavo spielte, ohne zuvor zu seinem Torhüter geguckt zu haben, einen fatalen Rückpass. Pelé hatte sich neben das Tor gestellt, um einem möglichen Annahmefehler vorzubeugen - und musste zusehen, wie der Ball in die Mitte des Tores rollte.

Zwei kuriose Eigentore in einem Spiel

Wer dachte, das Eigentor von Luiz Gustavo könnte in seiner Kuriosität nicht getoppt werden, wurde in der zweiten Hälfte eines Besseren belehrt. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf von Danny Da Costa spielte Gacinovic den Ball zurück in den Lauf von Da Costa. Die Hereingabe des Außenverteidigers fand in der Mitte keinen Mitspieler. Stattdessen schoss Marseilles Rechtsverteidiger Bouna Sarr den Ball unbedrängt in das eigene Tor.

Bouna Sarr (Mitte)
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Bouna Sarr (Mitte)

Spätestens als Sébastien Haller nur ein paar Minuten später wieder Jovic in Szene setzte und der Serbe zum 4:0 traf, war die Frankfurter Europapokal-Party bereits in Gang. Frankfurt steht mit nun fünf Siegen aus fünf Spielen ohne Punktverlust an der Spitze der Gruppe H und ist bereits vor dem letzten Spieltag der Gruppenphase sicher Gruppensieger, weil Limassol zeitgleich 2:0 gegen den Gruppenzweiten Lazio Rom gewonnen hat.

Neben der Eintracht sind nur noch RB Salzburg und der FC Chelsea punktverlustfrei. Frankfurt war bereits vor der Partie sicher für die K.-o.-Phase qualifiziert.

Eintracht Frankfurt - Olympique Marseille 4:0 (2:0)
1:0 Jovic (1.)
2:0 Luiz Gustavo (17. Eigentor)
3:0 Sarr (62. Eigentor)
4:0 Jovic (67.)
Frankfurt:
Trapp - Russ, Hasebe, Falette - da Costa, Tawatha (64. Kostic), Fernandes, Willems - Gacinovic - Jovic (80. Nicolai Müller), Haller (72. Rebic)
Marseille: Pelé - Hubocan, Kamara, Caleta-Car, Amavi (80. Rocchia) - Lopez (61. Rolando), Luiz Gustavo - Sarr, Radonjic - Mitroglou, Germain (64. Chabrolle)Schiedsrichter: John Beaton (Schottland)
Gelbe Karten: Fernandes - Luiz Gustavo
Zuschauer: 47.000 (ausverkauft)

hba



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