Eintracht-Frankfurt-Profi Hintereggers Tabletteneinnahme war kein Verstoß gegen Antidopingregeln

Gegen Hoffenheim hatte Frankfurts Martin Hinteregger in der ersten Minute das Siegtor geschossen. Weil er später im Spiel eine Tablette einnahm, geriet er in den Fokus der Antidopingagentur. Nun wurde er entlastet.

Nach einem Eckball erzielte Martin Hinteregger gegen Hoffenheim das einzige Tor der Partie
ARMANDO BABANI/EPA-EFE/REX

Nach einem Eckball erzielte Martin Hinteregger gegen Hoffenheim das einzige Tor der Partie


Abwehrspieler Martin Hinteregger von Eintracht Frankfurt hat mit seiner Tabletteneinnahme während des Bundesligaspiels gegen Hoffenheim nicht gegen die Antidopingrichtlinien verstoßen. Das teilte die Nationale Antidopingagentur (Nada) mit. "Die Ermittlungen sind somit abgeschlossen", hieß es in der Mitteilung. Die Behandlungsmethode sei "mit dem aktuell gültigen Dopingreglement vereinbar".

Der 26-jährige Innenverteidiger hatte beim 1:0 gegen Hoffenheim eine Viertelstunde vor Spielende einen Wadenkrampf erlitten, spielte schließlich aber weiter. Bevor Hinteregger auf das Spielfeld zurückkehrte, bekam er von einem Betreuer eine Tablette, die er einnahm.

Die Nada bemerkte dies und überprüfte daraufhin den Sachverhalt. Nach Angaben des Klubs habe es sich um ein Kohlenhydrat-Gel gehandelt.

Adi Hütter hatte sich über das Verhalten der Nada echauffiert, die Agentur wies den Vorwurf nun zurück, sie habe die Frankfurter oder Hinteregger in den Verdacht des Dopings oder Medikamentenmissbrauchs gebracht. Man habe "solche Äußerungen nicht in einen konkreten Zusammenhang" mit dem Klub "und/oder dem Spieler Martin Hinteregger gestellt", teilte die Nada mit.

Julian Nagelsmann, Trainer von Frankfurts nächstem Gegner RB Leipzig, hatte das Vorgehen der Antidopingagentur im Fall Hinteregger kritisiert. Durch das "offensive Umgehen" werde ein Spieler "vorverurteilt".

mrk/dpa/sid

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Seite 1
noalk 23.08.2019
1. Transparenz
Die NADA hat geprüft und für gut befunden. Daran ist nichts auszusetzen. Eher schon an em pikierten Verhalten der Beteiligten. Die sollten im Gegenteil froh sein, dass so der Fußball nicht in unberechtigten Verdacht gerät.
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