Abstiegskampf in der Bundesliga Eintracht-Chef geht kaum noch vor die Tür

Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt, leidet - und fürchtet die Wut der Fans. Deshalb geht er höchstens zum Zigarettenholen raus: "Der Automat spricht wenigstens nicht mit mir."
Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt

Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt

Foto: Fredrik von Erichsen/ picture alliance / dpa

Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer geht wegen der prekären Situation seines Klubs kaum noch vor die Tür. "Höchstens noch Zigaretten holen. Der Automat spricht wenigstens nicht mit mir", sagte der 60-Jährige: "Es geht nur um die Eintracht, es herrscht nur schlechte Stimmung." Die Taxifahrer würden sich darum reißen, dass er bei ihnen einsteige - "damit sie mich beschimpfen können".

Frankfurt ist Vorletzter, mit vier Punkten Rückstand auf Relegationsplatz 16 droht der fünfte Abstieg aus der Bundesliga. Fischer gibt sich dennoch überzeugt, dass sein Klub am letzten Spieltag beim Mitkonkurrenten Werder Bremen noch eine Chance auf den Klassenverbleib hat: "Diese Überzeugung ist in mir drin."

Wenig hält der Präsident von der Aussage der Eintracht-Legende Jan Åge Fjørtoft: "Jetzt ist die Zeit für Helden." Der Norweger hatte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" daran erinnert, wie die Eintracht 1999 in einer ganz ähnlichen Situation noch den Klassenverbleib schaffte - dank Fjørtofts Last-Minute-Tor zum 5:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern. "Zu Jan Åge passt so eine Aussage ganz gut", sagte Fischer. "Aber wenn man 30 Spieltage lang keine Helden hatte..."

cte/dpa
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