Nach Anstoß in Frankfurt Klimaaktivisten binden sich an Torpfosten fest

Das Bundesligaspiel Frankfurt gegen Freiburg hatte gerade begonnen, da wurde es auch schon wieder unterbrochen: Zwei Protestierende hatten sich mit Kabelbindern um den Hals am Tor der Eintracht fixiert.
Einer zu viel: Kevin Trapp und ein Protestierender, der sich an das Tor des Keepers gebunden hat

Einer zu viel: Kevin Trapp und ein Protestierender, der sich an das Tor des Keepers gebunden hat

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Arne Dedert / dpa

Die Partie in der Fußball-Bundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und dem SC Freiburg ist in der zweiten Minute unterbrochen worden, weil sich zwei Männer an beiden Pfosten des Tores von Eintracht-Keeper Kevin Trapp festgemacht hatten.

Als die Gastgeber in der Vorwärtsbewegung waren, rannten die beiden Männer am Sicherheitspersonal vorbei aufs Feld, stellten sich an die Pfosten und banden sich am Hals am Gestänge fest. Sie trugen weiße T-Shirts mit der Aufschrift »Letzte Generation. Stoppt den fossilen Wahnsinn!«

Trapp sprach kurz mit einem der Beteiligten, von den Rängen gab es teilweise Pfiffe für die Aktion.

Vorbild England

Es dauerte ein paar Minuten, bis das passende Werkzeug gefunden wurde, nach gut drei Minuten wurden die beiden Männer dann von den Pfosten geschnitten und vom Platz geführt. Danach wurde das Spiel wieder angepfiffen.

Eine ähnliche Form des Protests hatte es zuletzt bereits in England gegeben: Aktivisten der Gruppe »Just Stop Oil« hatten bei Spielen der Premier League immer wieder mit Aktionen Aufsehen erregt, unter anderem, indem sie sich an Torpfosten ketteten.

sak/sid/dpa
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