Einzelkritik Lehmann wackelig, Lahm solide

Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Die deutsche Nationalmannschaft gewann zwar bei den Engländern knapp, leistete sich jedoch auch einige Schwächen. Die Spieler in der Einzelkritik.

Jens Lehmann: Rettete bei seinem "Heimauftritt" in der 33. Minute gegen Frank Lampard und in der 42. mit einer Glanztat gegen Michael Owen. Nach zuletzt zwei Fehlern in der Premier League aber auch erneut ein dicker Patzer, den Owen nicht nutzen konnte. Sah auch beim Gegentreffer nicht gut aus.

Arne Friedrich: Zunächst Licht und Schatten beim Berliner, der aber in der Defensive nichts anbrennen ließ und vor allem nach der Pause auch im Spiel nach vorne Akzente setzte.

Christoph Metzelder: Der Spanien-Legionär ließ Lampard beim 0:1 aus den Augen, wirkte in der Defensive einige Male indisponiert. Hatte vor der Pause aber zwei gute Kopfballchancen.

Per Mertesacker: Gab in der Abwehr die Kommandos, gewann seine Zweikämpfe. Bis zum Ende Turm in der Schlacht.

Christian Pander: Nach starkem Beginn ließ sich der Schalker bei seinem Debüt vor dem 0:1 von Micah Richards wie ein Schuljunge vernaschen. Steckte den Fehler aber gut weg und empfahl sich nicht nur wegen seines herrlichen Treffers zum 2:1 für weitere Einsätze.

David Odonkor: Deutete ab und zu seine Schnelligkeit an, aber offenbarte auch viele technische Schwächen. Unaufälliges Comeback, das frühzeitig beendet wurde.

Bernd Schneider: Zunächst glücklos mit wenigen gelungenen Aktionen. Leistete aber mit einer eigentlich missglückten Flanke die Vorarbeit zum Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel stark verbessert.

Piotr Trochowski: Ohne Mumm, ohne Ideen, wirkte wie ein Fremdkörper. Der Hamburger sammelte keine Pluspunkte.

Philipp Lahm: In ungewohnter Rolle als Abräumer vor der Abwehr mit einer gewohnt soliden Leistung. Stand in der 77. Minute bei einem Terry-Kopfball goldrichtig auf der eigenen Torlinie. Übernahm in den Schlussminuten erstmals die Kapitänsbinde von Schneider.

Thomas Hitzlsperger: War um Ordnung bemüht, mit viel Drang nach vorn und einigen mutigen Aktionen. Starke Vorstellung.

Kevin Kuranyi: Als Alleinunterhalter im Angriff zunächst ohne Durchschlagskraft, bewies beim 1:1 aber seinen Torinstinkt und wirkte danach wie befreit.

Roberto Hilbert: Ersetzte Odonkor in der 54. Minute und machte seine Sache auf der rechten Seite um einiges besser als der Spanien-Legionär.

Simon Rolfes: Machte nach seiner Einwechslung in der 72. Minute einen besseren Eindruck als Vorgänger Trochowski.

Gonzalo Castro: Der Leverkusener kam für seinen Clubkollegen Schneider und half in der Nachspielzeit, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen.

bri/sid

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