Endgültiger Kader England nominiert Rashford für die EM

England reist mit dem 18-jährigen Marcus Rashford zur EM. Bayerns Thiago ist der einzige Bundesliga-Profi im spanischen Kader. Und Ungarn setzt auf vier Profis aus der deutschen Liga. Der Überblick am Tag der EM-Nominierungen.

Marcus Rashford
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Marcus Rashford


Jungstar Marcus Rashford von Manchester United gehört zum endgültigen Kader der englischen Nationalmannschaft für die Europameisterschaft in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli). Im Gegensatz zu dem 18 Jahre alten Angreifer wurden die Mittelfeldspieler Andros Townsend (Newcastle United), Fabian Delph (Manchester City) und Danny Drinkwater (Leicester City) von Teammanager Roy Hodgson aus dem vorläufigen Aufgebot gestrichen.

Thiago Alcántara vom FC Bayern München ist der einzige Bundesliga-Profi, der seinen Platz im 23-köpfigen Kader Spaniens gewahrt hat. Nationaltrainer Vicente del Bosque strich die Champions-League-Sieger Dani Carvajal und Isco von Real Madrid aus dem Aufgebot. Auch auf Saúl von Atlético Madrid verzichtet Coach del Bosque. Der verletzte Carvajal wird wie erwartet durch Héctor Bellerín vom FC Arsenal ersetzt.

Der schwedische Fußballprofi Albin Ekdal vom Hamburger SV hat den Sprung ins Aufgebot seines Landes für die Europameisterschaft in Frankreich geschafft. Er nehme keine Änderungen an seinem Team vor, sagte der schwedische Nationaltrainer Erik Hamrén während einer Pressekonferenz. Auch Emil Forsberg von RB Leipzig bleibt damit im Kader.

Tschechien geht mit den Bundesliga-Profis Theodor Gebre Selassie (Werder Bremen), Pavel Kaderabek (1899 Hoffenheim) und Vladimír Darida (Hertha BSC) in die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. Alle drei schafften es in das endgültige 23-Mann-Aufgebot, wie Nationaltrainer Pavel Vrba mitteilte.

Ins endgültige Aufgebot der russischen Nationalelf hat es auch Roman Neustädter vom Bundesligisten FC Schalke 04 geschafft. Der 28-Jährige, der in Dnipropetrowsk in der ehemaligen Sowjetunion geboren ist, wurde von Nationaltrainer Leonid Sluzkij in den 23-köpfigen Kader für die Euro berufen.

Im türkischen Kader stehen mit Hakan Calhanoglu (Bayer Leverkusen), Nuri Sahin (Borussia Dortmund) und dem Mainzer Yunus Malli ebenfalls drei Bundesligaspieler. Zusätzlich stehen mit Arda Turan (FC Barcelona), Burak Yilmaz (Beijing Guoan) und dem 18-jährigen Talent Emre Mor vom FC Nordsjaelland drei weitere Legionäre im Aufgebot. Nationaltrainer Fatih Terim musste insgesamt acht Profis aus seinem erweiterten Kader streichen. Unter anderem muss der kürzlich vom Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg verpflichtete Verteidiger Caglar Söyüncü die Heimreise antreten.

Mit Champions-League-Sieger Gareth Bale von Real Madrid reist Neuling Wales zur EM. Bale ist im walisischen Kader der einzige Spieler, der nicht auf der britischen Insel sein Geld verdient. Leistungsträger sind neben dem Flügelflitzer auch Aaron Ramsey vom FC Arsenal, Andy King von Meister Leicester City oder Joe Allen, der bei Jürgen Klopps FC Liverpool spielt.

Ungarns Trainer Bernd Storck berief Torhüter Peter Gulacsi vom Aufsteiger RB Leipzig sowie die Feldspieler Lazlo Kleinheisler (Werder Bremen), Adam Szalai (Hannover 96) und Nürnbergs Zoltan Stieber in sein endgültiges EM-Aufgebot. Die Ungarn sind erstmals seit der WM 1986 wieder für eine Großveranstaltung qualifiziert und sind der letzte Gegner für die deutsche Nationalmannschaft vor EM-Beginn am kommenden Samstag (18 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE).

krä/sid/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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thomasmann 31.05.2016
1. Tja, so macht man das halt...
Rashford hat gerade mal eine Haandvoll Spiele für ManU gemacht und man nimmt ihn. In DE hat Löw zwei ganze Jahre verschwendet um die alten Herren dann letztlich doch wieder mitzunehmen, weil ihm erst im allerallerletzten Spiel eingefallen ist, er könne doch den Nachwuchs mal ranlassen.
DerweißEwal 01.06.2016
2. Sondern?
Zitat von thomasmannRashford hat gerade mal eine Haandvoll Spiele für ManU gemacht und man nimmt ihn. In DE hat Löw zwei ganze Jahre verschwendet um die alten Herren dann letztlich doch wieder mitzunehmen, weil ihm erst im allerallerletzten Spiel eingefallen ist, er könne doch den Nachwuchs mal ranlassen.
Wen sehen Sie denn als deutschen Rashford, den Löw mitnehmen müsste ? Wenn es so einen gäbe, wäre ihr Vorwurf sinnvoll.
batig 01.06.2016
3.
Zitat von DerweißEwalWen sehen Sie denn als deutschen Rashford, den Löw mitnehmen müsste ? Wenn es so einen gäbe, wäre ihr Vorwurf sinnvoll.
Richtig. Und hinzu kommt noch, dass England qualitativ weder in der Spitze noch in der Breite so gut aufgestellt ist, wie das DFB-Team. Ein hausgemachtes Problem der PL, in der junge Talente nur sehr schwer die Chance bekommen, sich einen Stammplatz zu erarbeiten. Man hat eben das Geld, fertige Spieler aus dem Ausland zu holen.
the_punisher 01.06.2016
4. wer bitteschön?
Zitat von thomasmannRashford hat gerade mal eine Haandvoll Spiele für ManU gemacht und man nimmt ihn. In DE hat Löw zwei ganze Jahre verschwendet um die alten Herren dann letztlich doch wieder mitzunehmen, weil ihm erst im allerallerletzten Spiel eingefallen ist, er könne doch den Nachwuchs mal ranlassen.
wer bitteschön soll dieses junge Talent sein? Und wer ist mit Altherren gemeint? Neben Schweinsteiger über dessen Nominierung tatsächlich diskutieren kann sind nur 2 weitere Spieler über 30: Gomez, 31 der mit Besiktas Meister wurde und mit 26 Toren Torschützenkönig? Podolski, 31 der 17 Tore für Galatasaray erzielte und im Pokalfinale den 1:0 Siegtreffer schoss? Merken Sie was?!
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