DFB-Entscheidung München bewirbt sich für EM 2020

Der Favorit hat sich durchgesetzt: München soll als deutsche Stadt bei der EM dabei sein, die in ganz Europa ausgetragen wird - das hat nun das DFB-Präsidium mehrheitlich beschlossen. Das Nachsehen hat damit die Hauptstadt Berlin mit dem Olympiastadion.

Arena in München: In sieben Jahren wohl Austragungsort von EM-Spielen
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Arena in München: In sieben Jahren wohl Austragungsort von EM-Spielen


Hamburg - Die Entscheidung ist gefallen: Mit München als Bewerberstadt geht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ins Rennen um die Austragung der EM 2020. Das 15-köpfige DFB-Präsidium gab damit der Arena den Vorzug vor dem Berliner Olympiastadion. Deutschland soll eines von 13 Ländern sein, in denen die EM ausgetragen werden wird.

"Wir haben mit der Austragung des Champions-League-Finals 2012 bewiesen, dass wir dazu in der Lage sind, die Fußballwelt als sympathischer und guter Gastgeber zu empfangen", hob Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die Münchner Vorzüge hervor. "Für Bayern, insbesondere München, spricht die Mentalität unserer Bevölkerung, die Weltoffenheit. Die Bayern sind sehr, sehr gute Gastgeber", hatte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) schon vor einigen Wochen gesagt. Berlin darf 2015 das Endspiel der Königsklasse ausrichten.

München galt von vornherein als Favorit. Die südlichen Bundesländer sind im Präsidium stärker vertreten, dazu bevorzugten auch die Bundesliga-Vertreter die Lösung München. Ein Grund: Die Arena ist in Besitz des FC Bayern, die Einnahmen würden damit dem Verein und auch der Liga zugutekommen. In Berlin ist das Land Eigentümer des Olympiastadions.

"Es war für uns keine einfache Entscheidung, weil wir mit München und Berlin zwei starke Bewerber hatten, die schon mehrfach nachgewiesen haben, dass sie solche Großereignisse bewältigen können. Wir sind sicher, dass wir mit München als Spielort bei der Uefa sehr gute Chancen haben, ein Paket der EM 2020 zu erhalten", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

Deutschland bewirbt sich für zwei Veranstaltungspakete der EM 2020, die erstmals über den Kontinent verteilt stattfinden wird. Die erste Option umfasst drei Gruppenspiele und eine Viertelfinal-Begegnung. Das zweite Paket beinhaltet die beiden Halbfinalspiele und das Finale.

Fest steht aber, dass Deutschland eine Kampfabstimmung mit der Türkei vermeiden will. Geht Istanbul am 7. September bei der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2020 leer aus, sieht der DFB von einer Bewerbung um das Paket mit den Finalspielen zugunsten der Türkei ab. Große Nationen wie Deutschland, England, Spanien und Italien können aber mit Sicherheit davon ausgehen, zu den EM-Gastgebern zu gehören.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat bereits angedeutet, dass auch eine Bewerbung um das ganze Turnier 2024 eine Option wäre. Der Uefa wäre das sicher recht. Deutschland wäre in der Lage, die neue EM allein zu organisieren.

aha/dpa/sid



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bikersplace 30.08.2013
1. Richtige Entscheidung
Zitat von sysopDPADer Favorit hat sich durchgesetzt: München soll als deutsche Stadt bei der EM dabei sein, die in ganz Europa ausgetragenen wird - das hat nun das DFB-Präsidium mehrheitlich beschlossen. Das Nachsehen hat damit die Hauptstadt Berlin mit dem Olympiastadion. http://www.spiegel.de/sport/fussball/em-2020-dfb-bewirbt-sich-mit-muenchen-um-austragung-a-919432.html
Sicher ist sicher - wer weis ob bis dahin unser Flughafen fertig ist .... Gratulation nach München
alnemsi 30.08.2013
2.
Zitat von sysopDPADer Favorit hat sich durchgesetzt: München soll als deutsche Stadt bei der EM dabei sein, die in ganz Europa ausgetragenen wird - das hat nun das DFB-Präsidium mehrheitlich beschlossen. Das Nachsehen hat damit die Hauptstadt Berlin mit dem Olympiastadion. http://www.spiegel.de/sport/fussball/em-2020-dfb-bewirbt-sich-mit-muenchen-um-austragung-a-919432.html
Hoffentlich bekommt das Stadion bis dahin einen neuen Namen. Abgesehen davon ist es natürlich ziemlich lächerlich, sich nicht mit der Hauptstadt, sondern einem Provinznest zu bewerben. In Bayern besteht immer die Gefahr, dass man sich bei solchen Events zunächst als bayrisch und sekundär als deutsch präsentiert. Das führt allerdings die gesamte Idee von Nationalmannschaftsspielen ad absurdum. Dass die Bayern ein besonders gastfreundliches Volk sind, habe ich wirklich noch nie gehört oder erlebt.
Rothfeller 30.08.2013
3. Falsche Entscheidung
Zitat von bikersplaceSicher ist sicher - wer weis ob bis dahin unser Flughafen fertig ist .... Gratulation nach München
Das stinkt doch schon wieder zum Himmel! Mir san Mir ... Schon klar! Seit wann ist München Hauptstadt? Das ist einfach nur abartig und nimmt wenn man die Medien dazu zählt, Faschistoide Züge an. Toll ...
herr minister 30.08.2013
4. Schleicht´s euch!
Na super, der steuerbefreite Geldadel hat´s gerichtet. Jetzt gibt´s Weisswurst statt Beck´s und ein Schleicht´s euch vor der Nobeldisse statt Party bis zum Morgenrot.
phboerker 30.08.2013
5. Okay
Als Berliner kann ich die Entscheidung nachvollziehen, weil das Münchner Stadion ein reines Fußballstadion ist. Absurd finde ich aber die Begründung mit den Eigentumsverhältnissen Arena vs. Olympiastadion: die Einnahmen für ein Event, das mindestens indirekt massiv von Steuereinnahmen finanziert wird, sollen also lieber ins Säckel eines der reichsten Fußballvereine der Welt als zurück in die Schatulle des Steuerzahlers? Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen.
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