EM 2020 Auch Lyon und Brüssel wollen Spiele ausrichten

Nach und nach bringen sich die Bewerber für die europaweit ausgetragene EM 2020 ins Rennen. Nach dem DFB, der für München anstelle von Berlin votiert, wird auch Frankreich wohl nicht die Hauptstadt nominieren. Lyon soll stattdessen den Zuschlag bekommen.
Uefa-Boss Platini: Sein Heimatverband schickt Lyon für 2020 ins Rennen

Uefa-Boss Platini: Sein Heimatverband schickt Lyon für 2020 ins Rennen

Foto: ALESSANDRO GAROFALO/ REUTERS

Hamburg - Der französische Fußball-Verband (FFF) schickt offenbar Lyon in das Rennen um Endrundenspiele der "Europa-EM" 2020, Belgien setzt auf Brüssel. Das neue Stadion in Lyon (Stade des Lumières), das Ende 2015 fertiggestellt werden soll, wird 58.000 Zuschauer fassen, auch das neue Nationalstadion von Brüssel auf dem alten Heysel-Gelände muss erst noch gebaut werden. Die Kapazität des Stadions in Lyon reicht jedoch nicht aus, um eine Bewerbung für die Finalspiele abzugeben. Eine offizielle Bestätigung der französischen Kandidatur steht noch aus.

Erstmals gibt es 2020 bei kontinentalen Titelkämpfen im Fußball Schauplätze in 13 Städten aus 13 Ländern. Zunächst war nach dem Plan des Uefa-Präsidenten Michel Platini vorgesehen, dass sich nur Hauptstädte für die Austragung von EM-Spielen bewerben dürfen. Schließlich wurden aber auch Metropolen akzeptiert, deren Stadien, Infrastruktur und Übernachtungsmöglichkeiten dem gehobenen Standard entsprechen.

Bewerbungen können für zwei Pakete abgegeben werden: Für die Option "Halbfinals und Finale" oder die Option "drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale". Deutschland bewirbt sich mit der Arena in München.

Die Türkei hat sich nun auch offiziell um die Austragung der Finalspiele beworben. Der Türkische Fußball-Verband teilte auf seiner Homepage mit, dass er mit dem Atatürk-Olympiastadion in Istanbul ins Rennen geht. Verbandspräsident Yildirim Demirören unterzeichnete das Bewerbungsformular demnach bereits am Dienstagabend in Bukarest am Rande des WM-Qualifikationsspiels zwischen Rumänien und der Türkei. Die Uefa will die Spielorte im September 2014 bekanntgeben.

Der DFB hat sich zwar wie angekündigt sowohl um das Paket mit drei Vorrundenspielen und einer Viertelfinalpartie wie auch um die Endspieloption inklusive der beiden Halbfinals beworben. Allerdings hat der DFB stets erklärt, sein Interesse an den Finalspielen zurückzuziehen, sollte die Uefa Istanbul als Endspielort favorisieren. Für den Fall, dass die Türkei nicht zum Zuge kommt, hält Deutschland seine Bewerbung für die beiden Halbfinals und das Finale aber erst einmal aufrecht.

aha/sid
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