EM 2020 Dortmunds Delaney verletzt sich bei Dänemarks EM-Qualifikation

Dänemark hat sich im direkten Duell gegen Irland einen der letzten Startplätze für die EM 2020 gesichert. Die schlechte Nachricht: Thomas Delaney knickte fies um. Italien stellt gleich drei Rekorde auf.
Thomas Delaney konnte seinem Team gegen Irland nicht lange helfen

Thomas Delaney konnte seinem Team gegen Irland nicht lange helfen

Foto: Catherine Ivill/Getty Images

Eine Gruppe, zwei EM-Startplätze, drei Mannschaften - und am Ende feierten die Schweiz und Dänemark. Irland, nach sechs Spieltagen noch Tabellenführer dieser Gruppe D, muss sich in den Playoffs durchsetzen, um noch zur Fußball-EM 2020 zu fahren.

Irland - Dänemark 1:1 (0:0)

Irland hätte gegen Dänemark gewinnen müssen und war in Dublin nah dran, konnte seine Chancen aber nicht in Tore umwandeln. So reichte den Dänen ein Torschuss in der zweiten Hälfte, um damit den zweiten Platz in der Gruppe D festzumachen: In der 73. Spielminute war es Martin Braithwaite, der allein vor dem Tor den Ball volley über die Linie spitzelte. Nachdem Matt Doherty fünf Minuten vor Schluss ausglich, keimte in Dublin noch einmal Hoffnung auf, doch es sollte beim 1:1 bleiben.

Überschattet wurde dieser Zittererfolg durch zwei Verletzungen. Bereits nach wenigen Spielminuten war Thomas Delaney im Sprint bedrängt der rechte Fuß weggeknickt. Der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund wand sich danach vor Schmerzen, versuchte es im Seitenaus noch, musste dann aber ausgewechselt werden (13. Minute). Andreas Cornelius zog sich nach einem Zusammenprall beim Kopfball eine Platzwunde zu. Auch für ihn war das Spiel frühzeitig beendet (33.). Diagnosen stehen bei beiden Spielern noch aus.

Gibraltar - Schweiz 1:6 (0:1)

Merci vielmal: Auch die Schweiz ist dabei

Merci vielmal: Auch die Schweiz ist dabei

Foto: JORGE GUERRERO / AFP

Auch die Schweiz tat sich zunächst schwer. Nach der frühen Führung durch Cedric Itten (10.) war die Nati Gastgeber Gibraltar zwar drückend überlegen, blieb vor dem Tor des 196. der Weltrangliste aber harmlos. Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste, die das Hinspiel 4:0 gewonnen hatten, einen Gang zu. Tore von Ruben Vargas (60.), Christian Fassnacht (57.), Loris Benito (75.), Itten (84.) und Granit Xhaka (86.) führten zum Gruppensieg. Für den Gastgeber traf Reece Styche (74.).

Italien - Armenien 9:1 (4:0)

Italien hat zum Abschluss der EM-Qualifikation gleich drei Rekorde aufgestellt: Mit einem 9:1 gegen Armenien blieb die Squadra Azzurra als erstes Nationalteam im 40. EM-Qualifikationsspiel in Folge unbesiegt. Die letzte Niederlage musste Italien am 2. September 2006 beim 1:3 gegen Frankreich hinnehmen. Zudem qualifizierte sich die Mannschaft von Roberto Mancini erstmals in der italienischen Geschichte mit der maximalen Punkteausbeute für eine EM, elf Siege in Folge sind eine weitere Premiere für den Europameister von 1968.

Noch ein letzter Startplatz in Gruppe E

Am Dienstagabend kommt es zu einem weiteren Endspiel: In Gruppe E kämpfen Wales (11 Punkte) und Ungarn (12) um den letzten EM-Startplatz aus der Qualifikation. Gibt es in dem direkten Duell keinen Sieger, könnte die Slowakei (10) vorbeiziehen. Die bereits qualifizierte deutsche Nationalmannschaft trifft in Frankfurt auf Nordirland (20.45 Uhr, Liveticker: SPIEGEL ONLINE, TV: RTL).

Alle Ergebnisse, Gruppen und Tabellen im Livecenter von SPIEGEL ONLINE.

Anmerkung: In einer früheren Version stand, dass Irland bei der EM "zuschauen müsse". Tatsächlich ist das Land in den Playoffs und kann sich noch qualifizieren. Wir haben die Stelle angepasst.

sak/sid
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