Reaktionen zum deutschen EM-Auftakt »Es war ein brutal intensives Spiel«

Das deutsche Team hat laut Joachim Löw »gefightet bis zum Schluss«, Mats Hummels macht er keinen Vorwurf. Frankreichs Trainer spricht vom »Zweikampf der Titanen«: Die Reaktionen zum EM-Spiel im Überblick.
Joachim Löw: »Kämpferisch kann ich der Mannschaft nichts vorwerfen, wir haben alles reingehauen«

Joachim Löw: »Kämpferisch kann ich der Mannschaft nichts vorwerfen, wir haben alles reingehauen«

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Christian Charisius / dpa

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist mit einer Niederlage in die Europameisterschaft gestartet. Gegen Weltmeister Frankreich verlor die DFB-Auswahl am Dienstagabend in München 0:1. Besonders bitter war der Abend für Mats Hummels, der in der 20. Minute ins eigene Tor traf (den ausführlichen Spielbericht finden Sie hier).

Reaktionen zum Spiel im Überblick:

Bundestrainer Joachim Löw: »Es war ein brutal intensives Spiel. Wir haben alles in die Waagschale geworfen, haben gefightet bis zum Schluss. Ein Eigentor hat das Spiel entschieden. Wir wussten, dass Frankreich extrem gut kontert. Da konnten wir nicht alles unterbinden. Aber kämpferisch kann ich der Mannschaft nichts vorwerfen, wir haben alles reingehauen. Was uns gefehlt hat, war die Durchschlagskraft im letzten Drittel.«

Zum Eigentor von Mats Hummels sagte Löw: »Da kann man ihm keinen Vorwurf machen. Das ist Pech. Der Ball von außen kommt scharf. Vielleicht hätten wir den Einwurf früher verteidigen können. Aber für Mats war es schwer, den Ball zu klären.«

Als nächstes trifft das deutsche Team auf Portugal. Dazu sagte Löw: »Morgen müssen wir schon noch mal einige Dinge aufarbeiten. Dann muss man den Blick nach vorne richten. Jetzt haben wir verloren, sind alle enttäuscht, aber es ist ja nichts passiert. Wir haben noch zwei Spiele, und in den beiden Spielen können wir alles noch geradebiegen.«

Joachim Löw mit Timo Werner

Joachim Löw mit Timo Werner

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Christian Charisius / dpa

Mats Hummels: »Die Niederlage schmerzt uns sehr und mich besonders, weil mein Eigentor das Spiel am Ende entschieden hat«, schrieb der Innenverteidiger von Borussia Dortmund in der Nacht zu Mittwoch in einem Beitrag auf Instagram . Mehr dazu erfahren Sie hier.

Toni Kroos: »Ich glaube, dass wir relativ viel von dem umgesetzt haben, was wir wollten. Wir haben in meinen Augen ein gutes Spiel gemacht. Wir hatten Chancen, nicht weniger als die Franzosen. Am Ende hat ein unglückliches Tor entschieden. Das ist eine Aktion, die man neun von zehn Mal geklärt bekommt. Dass sie nicht 90 Minuten auszuschalten sind, war klar, aber wir haben sie relativ gut kontrolliert. Wir müssen nach vorne schauen. Wenn du das erste Spiel verlierst und drei Gruppenspiele hast, ist der Druck groß. Da muss man nicht drüber reden.«

Joshua Kimmich: »Wir haben es nicht geschafft, uns richtig Torchancen rauszuarbeiten. Frankreich war richtig stark. Das 1:0 hat denen brutal in die Karten gespielt. Wir haben es irgendwie verpasst, komplett ins Risiko zu gehen und noch mehr auf das 1:1 zu drücken. Unter dem Strich war es dann doch zu wenig.«

Robin Gosens: »Am Ende des Tages stehen wir hier mit null Punkten, dementsprechend bin ich ein bisschen angepisst. Ich glaube, wir haben viel von dem umgesetzt, was wir uns im Vorfeld vorgenommen haben. Wir waren griffig in den Zweikämpfen, haben uns vorn die zwei, drei Chancen rausgespielt, aber leider nicht gemacht. Da fehlte heute einfach das letzte Quäntchen Glück, um mal ein Unentschieden zu erzielen.«

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps: »Ein großes Spiel gegen einen sehr starken Gegner. Es hätte auch ein Halbfinale oder Finale sein können. Die drei Punkte sind nicht entscheidend, aber sehr wichtig. Dieser Sieg tut gut. Ich wusste, dass meine Spieler bereit sind, und das waren wir. Mit dem zweiten Tor wären wir auf der sicheren Seite gewesen, aber so viel gelitten haben wir auch nicht in der zweiten Halbzeit.« – »Es war ein Zweikampf der Titanen.«

Didier Deschamps mit Kylian Mbappé

Didier Deschamps mit Kylian Mbappé

Foto: Kai Pfaffenbach / POOL / EPA

Paul Pogba, der zum Man of the Match gekürt wurde: »Es war wichtig, mit einem Sieg zu starten. Und immerhin haben wir gegen Deutschland gespielt. Sie haben uns viel Ärger gemacht heute. Aber wir wollten diesen Sieg unbedingt.«

Benjamin Pavard: »Wir sind auf ein sehr gutes deutsches Team getroffen. Wir haben in den schwierigen Phasen zusammengehalten, von daher war es ein großes Spiel. Natürlich fühlen wir uns jetzt gut. Das verheißt Gutes für die Zukunft.«

aar/dpa/sid
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