Fußball-EM 2021 Vier Tore gegen Portugal – Deutschland kommt dem Achtelfinale näher

Deutschland feiert den ersten Sieg bei dieser Europameisterschaft. Superstar Cristiano Ronaldo brachte Portugal zwar in Führung – doch dann drehten zwei Eigentore seiner Kollegen das Spiel.
Raphaël Guerreiro (v.) trifft per Eigentor zur deutschen 2:1-Führung

Raphaël Guerreiro (v.) trifft per Eigentor zur deutschen 2:1-Führung

Foto: Jan Huebner / imago images

Die deutsche Nationalmannschaft ist dem Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft einen Schritt nähergekommen. Das DFB-Team feierte im zweiten Gruppenspiel gegen Portugal einen 4:2-(2:1)-Sieg.

Cristiano Ronaldo brachte Portugal in Führung (15. Minute), doch zwei Eigentore der portugiesischen Verteidiger Rúben Dias (35.) und Raphaël Guerreiro (39.) drehten das Spiel zugunsten des deutschen Teams. In der zweiten Hälfte trafen Kai Havertz (51.) und Robin Gosens (60.), die zu den auffälligsten deutschen Spielern gehörten. Diogo Jota gelang das zweite Tor für Portugal (67.).

Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw ist hinter Frankreich (4 Punkte) nun mit drei Punkten Zweiter der Gruppe F. Dahinter folgen Portugal (3) und Ungarn (1). Mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Ungarn (23. Juni, 21 Uhr, TV: ZDF) stünde das deutsche Team sicher im Achtelfinale.

Löw schickte dieselbe Startelf auf den Rasen der Münchner Arena, die auch bei der 0:1-Niederlage gegen Frankreich begonnen hatte. Das deutsche Team startete geordnet und ließ sich von den zunächst hoch stehenden Portugiesen nicht unter Druck setzen. Der vermeintliche Führungstreffer von Robin Gosens zählte wegen einer vorangegangenen Abseitsposition von Serge Gnabry nicht (5.). Das deutsche Team drängte immer wieder gefährlich in den portugiesischen Strafraum.

Portugal, ebenfalls mit derselben Startelf wie zum Auftakt, wartete auf Kontermöglichkeiten – und nutzte gleich die erste. In Folge einer deutschen Ecke brachte Portugal den Ball rasant in die Spitze, Angreifer Diogo Jota legte vor Torwart Manuel Neuer quer und Cristiano Ronaldo schob zur Führung ein (15.).

Das DFB-Team war nach dem Rückstand mit mehr Ballbesitz weiterhin um Spielkontrolle bemüht. Ein Angriff über den Flügel führte zum Ausgleich: Joshua Kimmich flankte von rechts weit in den Strafraum, Gosens brachte den Ball ins Zentrum, und Verteidiger Rúben Dias lenkte ihn im Zweikampf mit Havertz zum 1:1 über die Linie (35.).

Zwei Eigentore drehen das Spiel

Nur vier Minuten später war Havertz auch am nächsten Treffer beteiligt. Eine Flanke von Thomas Müller lenkte er an den rechten Pfosten. Kimmich nahm den Ball auf, spielte ihn ins Zentrum, und Verteidiger Raphaël Guerreiro unterlief das zweite Eigentor der Portugiesen (39.) – Deutschland führte 2:1, ohne dass ein deutscher Spieler getroffen hatte.

Das änderte sich in der zweiten Hälfte. Nach einer Hereingabe von Gosens schob Havertz zum 3:1 ein (51.). Und auch Gosens schlug noch zu: Eine Flanke von Kimmich von der rechten Seite köpfte der 26-Jährige zum 4:1 ins Tor (60.). Zwei Minuten später wurde er ausgewechselt.

Doch auch Portugal, das von den vier Gegentoren eigentlich schockiert schien, traf noch einmal ins richtige Tor. Nach einem Freistoß legte Ronaldo den Ball vor die Grundlinie, und Diogo Jota schoss das 2:4 (67.). Die Deutschen hätten sogar noch mehr des Vorsprungs einbüßen können, Renato Sanches traf mit einem Distanzschuss jedoch nur den Pfosten (79.).

Portugal konnte allerdings keine Schlussoffensive mehr starten. Kurz vor Schluss traf der eingewechselte Leon Goretzka noch die Latte (83.), es blieb beim 4:2-Sieg des DFB-Teams.

ptz
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