»Ich habe gar nichts mehr verstanden« Donnarumma wusste nicht, dass er Italien zum Europameister gemacht hatte

Italiens Torhüter Gianluigi Donnarumma wirkte nach der entscheidenden Parade im Elfmeterschießen des EM-Finals seltsam zurückhaltend. Nun hat er seinen fehlenden Jubel erklärt.
Foto: LAURENCE GRIFFITHS / AFP

Es war der zehnte Strafstoß im Elfmeterschießen des EM-Finals zwischen Italien und England: Gianluigi Donnarumma parierte den Schuss des Engländers Bukayo Saka und machte damit Italien zum Europameister. Die Heimfans in Wembley waren enttäuscht, die englischen Spieler sackten zu Boden, Italiens Fans und Spieler waren außer sich.

Nur einer wirkte seltsam ungerührt: Elfmeterheld Donnarumma.

Der 22-Jährige schritt mit gesenktem Kopf zur Seite, als wolle er sich auf den nächsten Strafstoß vorbereiten. Zu jubeln begann er erst, als ihn seine freudetrunkenen Mitspieler erreicht und umarmt hatten.

In einem Interview mit »Sky Sport« erklärte der von der Uefa zum »Spieler des Turniers« gewählte Torhüter nun, wie er diesen entscheidenden Moment wahrgenommen hatte: »Ich habe nicht sofort gejubelt, weil ich es nicht verstanden... habe.« Fünf der zehn Strafstöße waren nicht im Tor gelandet, da hatte der von der AC Mailand zu Paris Saint-Germain wechselnde Torhüter schlichtweg den Überblick verloren.

So hatte er nicht nur den richtigen Zeitpunkt zum Jubeln verpasst, sondern bereits beim Fehlschuss eines Mannschaftskollegen sein Team als Verlierer gesehen: »Ich war schon am Boden wegen des Elfmeters von Jorginho, weil ich dachte, wir hätten verloren.«

Italien hatte das Finale 3:2 im Elfmeterschießen gewonnen. Auf italienischer Seite hatten Andrea Belotti und Jorginho vergeben, bei den Engländern verschossen Marcus Rashford, Jadon Sancho und Saka.

mfu
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