EM in England Deutsche Fußballerinnen erneut im Finale

Die DFB-Elf ist zum sechsten Mal auf dem Weg zum EM-Titel. Nach dem 4:1 gegen Finnland stürmten die deutschen Fußball-Frauen ins Finale der Europameisterschaft. Damit könnten sie Cheftrainerin Tina Theune-Meyer am Sonntag mit einer erfolgreichen Titelverteidigung verabschieden.


Deutsche Damen: Ausgelassene Stimmung beim Titelverteidiger
AFP

Deutsche Damen: Ausgelassene Stimmung beim Titelverteidiger

Preston - "Wir hatten viel Raum und das haben wir ausgenutzt", sagte Theune-Meyer nach dem Spiel in Preston vor rund 2.800 Zuschauern. Nur die hohe Quote ausgelassener Torchancen gefiel ihr ganz und gar nicht. "Wir hätten viel mehr Tore machen müssen. Wenn wir uns die aber fürs Finale aufgehoben haben, soll es mir auch recht sein."

Gegen wen die deutschen Fußballerinnen am Sonntag im Finale antreten, ist noch nicht entschieden. Der Gegner wird an diesem Donnerstag in Warrington in der zweiten Vorschlussrunden-Partie zwischen Schweden und Norwegen in Warrington ermittelt.

"Wer es sein wird, ist mir egal", sagte Theune-Meyer, die im Vergleich zur letzten Vorrundenpartie gegen Frankreich nur auf einer Position wechselte. Für Navina Omilade rückte gegen den EM-Neuling ihre Potsdamer Clubkameradin Britta Carlson in die Startelf. Anders als in den bisherigen Spielen war die DFB-Auswahl von Beginn an hellwach.

Bereits in der 3. Minute war Weltfußballerin Prinz Ausgangspunkt der 1:0-Führung. Die Spielführerin eroberte im Mittelelfeld den Ball, schickte Mittag steil, die wiederum Grings mustergültig bediente. Die Duisburgerin ließ sich nicht bitten und verwandelte eiskalt mit einem Flachschuss ins lange Eck.

Nur fünf Minuten später schlug es erneut ins Gehäuse des Außenseiters ein. Eine Hereingabe von Kerstin Garefrekes, die wiederum zunächst rechts in der Viererkette aufgeboten wurde, ließ die zuvor hoch gelobte finnische Torfrau Satu Kunnas unter dem Körper durchgleiten, und Pohlers bedankte sich mit ihrem 3. EM-Tor.

Als wäre das nicht schon genug, traf Grings nach einem weiteren Abwehrfehler mit einem abgefälschten Schuss in der 12. Minute zum beruhigenden 3:0. Allerdings ließ sich die DFB-Elf durch die hohe Führung zum Leichtsinn verleiten und wurde prompt mit dem 1:3 durch Mustonen nach einer Ecke von Rantanen bestraft. Für die deutsche Torfrau Silke Rottenberg war dies der erste Gegentreffer im vierten Turnierspiel.

Deutschland - Finnland 4:1 (3:1)
1:0 Grings (3.)
2:0 Pohlers (8.)
3:0 Grings (12.)
3:1 Mustonen (15.)
4:1 Prinz (62.)
Deutschland: Rottenberg (FCR Duisburg) - Garefrekes (1. FFC Frankfurt) ab 62. Wimbersky (Turbine Potsdam), Hingst (Turbine Potsdam), Jones (1. FFC Frankfurt), Minnert (SC Bad Neuenahr) - Carlson (Turbine Potsdam), Grings (FCR Duisburg), Lingor (1. FFC Frankfurt) ab 75. Günther (Hamburger SV), Pohlers (Turbine Potsdam) - Mittag (Turbine Potsdam) ab 46. Fuss (Turbine Potsdam), Prinz (1. FFC Frankfurt)
Finnland: Kunnas - Sarapää (69. Thorn), Salmen, Valkonen, Vaelma - Mustonen, Julin (81. Malaska), Mäkinen, Rantanen (46. Uusi-Luomalahti) - Kalmari, Kackur
Schiedsrichterin: Dagmar Damkova (Tschechien)
Zuschauer: 2785
Gelbe Karte: Salmen



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