EM-Playoffs Möller führt Ungarn zur Europameisterschaft

Eine 44 Jahre andauernde Durststrecke ist zu Ende gegangen: Ungarn hat auch das Playoff-Rückspiel gegen Norwegen gewonnen und sich für die EM in Frankreich qualifiziert. "Das ist ein kleines Fußballwunder", sagt der deutsche Trainer Andreas Möller.
Ungarn-Trainer Möller: Bei der EM in Frankreich dabei

Ungarn-Trainer Möller: Bei der EM in Frankreich dabei

Foto: DPA

Das deutsche Trainerduo Bernd Storck und Andreas Möller hat die Nationalmannschaft Ungarns zur EM-Endrunde 2016 nach Frankreich geführt. Das Team gewann das Playoff-Rückspiel gegen Norwegen 2:1 (1:0) und qualifizierte sich erstmals seit 1972 wieder für eine Europameisterschaft. Auch im Hinspiel am Donnerstag in Oslo hatten die Ungarn triumphiert (1:0).

"Das ist wie ein kleines Fußballwunder", sagte Möller, Europameister von 1996, bei RTL nitro: "Wir haben zehn Tage so hart gearbeitet, auch wenn es uns nach den Anschlägen in Paris schwer gefallen ist, über Fußball zu sprechen." Die Partie hatte mit einer Schweigeminute begonnen, beide Teams liefen mit Trauerflor auf.

Eine große Feier wird es in Ungarn daher trotz der Qualifikation nicht geben. "Wir haben hier einen Trauertag", sagte Trainer und Sportdirektor Storck, der die "herausragende Leistung" seiner Elf lobte: "Der Verband hat so viel investiert in den vergangenen Jahren, aber es kam nie etwas dabei heraus. Das ist jetzt der nächste Schritt."

Stürmer Tamas Priskin, der den Vorzug vor dem Hoffenheimer Adam Szalai bekommen hatte, traf vor 26.186 Zuschauern im strömenden Regen zur Führung (14. Minute), nach einem Eigentor durch Markus Henriksen (83.) kannte der Jubel in Budapest keine Grenzen mehr. Norwegen verpasste trotz Henriksens Ehrentreffer (87.) nach zwei enttäuschenden Vorstellungen die zweite EM-Teilnahme nach 2000.

Am Montag und Dienstag geht es um die letzten drei EM-Tickets. Irland empfängt in Dublin (Montag, 20.45 Uhr) nach einem 1:1 im Hinspiel Bosnien-Herzegowina. Am Dienstag beschließen die Partien Dänemark gegen Schweden in Kopenhagen (Hinspiel: 1:2) und Slowenien gegen die Ukraine (Hinspiel: 0:2) in Maribor die EM-Qualifikation (jeweils ab 20.45 Uhr).

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.