EM-Qualifikation Portugals Ronaldo verletzt sich bei Remis gegen Serbien

Knapp eine Stunde musste Portugal ohne seinen Superstar auskommen, ein Traumtor von Danilo Pereira reichte nicht zu einem Sieg. England und Frankreich präsentierten sich ungleich souveräner.

Cristiano Ronaldo merkte bei einem Sprint direkt, dass etwas nicht stimmt. Kurz darauf musste er ausgewechselt werden.
Rafael Marchante/REUTERS

Cristiano Ronaldo merkte bei einem Sprint direkt, dass etwas nicht stimmt. Kurz darauf musste er ausgewechselt werden.


Europameister Portugal hat auch das zweite Spiel in der EM-Qualifikation nicht gewonnen. Gegen Serbien kam die Mannschaft um Cristiano Ronaldo nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Dabei gab es neben dem verpatzten Qualifikationsstart vor allem aufgrund der Verletzung des Superstars Anlass zur Sorge für Portugals Nationalmannschaft.

In der 28. Minute lief Rafa Silva mit dem Ball in die gegnerische Hälfte und spielte den Ball auf den linken Flügel zu Ronaldo. Der brach seinen Sprint offenbar wegen Schmerzen im rechten Oberschenkel ab und zeigte direkt an, ausgewechselt werden zu müssen. Wie schwer die Verletzung ist und ob möglicherweise ein Ausfall droht, war zunächst unklar. Mit Juventus trifft Ronaldo in zweieinhalb Wochen im Champions-League-Viertelfinale auf Ajax Amsterdam (10. April, TV: Sky; Liveticker SPIEGEL ONLINE).

An der Seite ähnlich aktiv wie auf dem Platz: Cristiano Ronaldo reklamiert in der Coaching Zone auf Handspiel eines Spielers der Serben.
AFP

An der Seite ähnlich aktiv wie auf dem Platz: Cristiano Ronaldo reklamiert in der Coaching Zone auf Handspiel eines Spielers der Serben.

Während Ronaldo nach seiner Auswechslung, ähnlich wie im EM-Finale 2016, an der Seitenlinie den Co-Trainer von Fernando Santos gab, lief sein Team in der ersten Hälfte einem Rückstand hinterher. Ronaldos Gegner in der Champions League, Dusan Tadic von Ajax Amsterdam, hatte Serbien durch einen verwandelten Foulelfmeter früh in Führung gebracht (7. Minute). Wie bereits im Freundschaftsspiel gegen Deutschland am vergangenen Dienstag, konnte Serbien die Führung aber nicht über die Zeit bringen. Noch vor der Halbzeit glich Danilo Pereira mit einem Traumtor aus. Aus 25 Metern zirkelte der Mittelfeldspieler den Ball an die Unterkante der Latte, von wo der Ball ins Tor sprang (42.).

Trotz aussichtsreicher Chancen schaffte es Portugal nicht, einen Punktverlust gegen den Außenseiter abzuwenden. In der Tabelle der Qualifikationsgruppe B ist Portugal hinter Spitzenreiter Ukraine und Luxemburg Dritter.

Montenegro - England 1:5 (1:2)

Raheem Sterling (Nummer 7) freut sich, seinen Kapitän Harry Kane (9) zu sehen. Für den hatte Sterling nämlich gerade das 4:1 aufgelegt.
Carl Recine/REUTERS

Raheem Sterling (Nummer 7) freut sich, seinen Kapitän Harry Kane (9) zu sehen. Für den hatte Sterling nämlich gerade das 4:1 aufgelegt.

England hat seine starke Form dagegen bestätigt. In Podgorica trafen die Engländer auch im zweiten Qualifikationsspiel fünfmal. Michael Kean (30.), Ross Barkley (38., 59.), Harry Kane (72.) und Raheem Sterling (81.) trafen für den WM-Vierten. Marko Vesovic hatte den Außenseiter zuvor in Führung gebracht (18.).

Obwohl England in der Anfangsphase die spielbestimmende Mannschaft war, kam Montenegro durch eine Einzelaktion von Vesovic zur Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Keane setzte sich Callum Hudson-Odoi in seinem ersten Länderspiel von Beginn an stark auf der linken Seite durch. Sein Schuss ins lange Eck wäre am Tor vorbeigegangen, aber Barkley lenkte den Ball ins Netz.

In der zweiten Hälfte konnten die Montenegriner nicht mehr mit der individuellen Klasse der Engländer mithalten. In der Gruppe A bleibt England die einzige Mannschaft, die mindestens ein Spiel gewinnen konnte - und hat bereits vier Punkte Vorsprung auf den Zweiten Bulgarien.

Frankreich - Island 4:0 (1:0)

Sonst eher für das Verhindern von Toren zuständig, war gegen Island Innenverteidiger Samuel Umtiti (Nummer 5) Zentrum des französischen Jubels.
Christophe Ena/DPA

Sonst eher für das Verhindern von Toren zuständig, war gegen Island Innenverteidiger Samuel Umtiti (Nummer 5) Zentrum des französischen Jubels.

Ebenso deutlich gewann auch Weltmeister Frankreich sein Heimspiel gegen Island. Samuel Umtiti (12.), Olivier Giroud (68.), Kylian Mbappé (78.) und Antoine Griezmann (84.) erzielten die Treffer.

Dabei dominierten die Franzosen bereits in der ersten Hälfte die Partie. Nach der Führung von Umtiti, der eine Flanke von Mbappé in die rechte Ecke köpfte, vereitelte Islands Torhüter Hannes Thór Halldórsson mit starken Paraden einen früheren hohen Rückstand.

Erst in der zweiten Hälfte war auch Halldórsson geschlagen: An einer Flanke von Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart flog der isländische Torhüter vorbei. Hinter ihm brachte Giroud den Ball über die Linie. Die herausragenden Mbappé und Griezmann hatten in der Schlussphase allein vor Halldórsson keine Probleme mehr, die Partie zu entscheiden.

Die weiteren Ergebnisse:
Luxemburg - Ukraine 1:2 (1:1)
Kosovo - Bulgarien 1:1 (0:1)
Andorra - Albanien 0:3 (0:1)
Türkei - Moldawien 4:0 (2:0)

hba



zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.