DFB-Team in der Einzelkritik Löw nimmt seinem Team die Waffen

Das 2:4 gegen die Niederlande in der EM-Qualifikation stellt die Tauglichkeit der deutschen Verteidigung infrage. Tah und Ginter erwischten einen miesen Tag. Aber auch der Bundestrainer hat seinen Anteil an der Niederlage.

Axel Heimken/dpa

Aus dem Volksparkstadion berichtet


Als die Niederlage besiegelt war, vergrub Jonathan Tah das Gesicht in seinem Trikot. Der Leverkusener Innenverteidiger, geboren und aufgewachsen in Hamburg, zum Profi geworden beim ortsansässigen HSV, hatte durchaus mitgewirkt an diesem 2:4 (1:0) der deutschen Nationalmannschaft im Hamburger Volkspark gegen die Niederlande. Ein Stellungsfehler vor dem 1:1, ein Eigentor zum 1:2 und zumindest eine unangebrachte Zurückhaltung vor dem 2:4: Jonathan Tah erlebte einen Abend, an dessen Ende man sich wohl gern irgendwo verstecken will.

Doch es war nicht nur der 23-Jährige, der schon Besseres von sich gezeigt hatte. Auch Matthias Ginter, ein weiteres Glied in der Fünfer-Abwehrkette, verschuldete ein Gegentor. Das stellt die Tauglichkeit der deutschen Defensive in der EM-Qualifikation infrage. Aber auch Bundestrainer Joachim Löw hat seiner Elf diesmal nicht geholfen.

Die deutsche Mannschaft und ihr Trainer in der Einzelkritik.



insgesamt 52 Beiträge
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CancunMM 07.09.2019
1.
also Tah war nun bestimmt nicht Schuld daran. Tah musste sich für einen von 2 freien Spielern entscheiden. Schulz passt nicht auf. Ebenso beim 2. Tor ist er schlafmützig und kommt zu spät. Beim 3. ist er glaube ich auch an dem Freistoß beteiligt, der schlampig verdaddelt wird. Und beim 4. ist ja wohl Süle vetantwortlich, der erst den Ball verliert, dann nach hinten spurtet, aber nicht durchläuft.
jonath2010 07.09.2019
2. Völlig überfordert
Die gesamte deutsche Abwehr (Ausnahme Neuer) war gegen die pfeilschnellen Holländer völlig überfordert. Mit Hummels und Boateng wäre das nicht passiert. Löw hat die beiden ohne Not hinausgeworfen. Manuel Neuer tat mir leid.
vormensch1 07.09.2019
3. Dass Löw
wie auch die DFB-Elf ihren Zenith überschritten haben und kein Neuaufbau gelingt, wird wohl auch den verstocktesten klar. Ähnlich wie Merkel klebt er an seinem Sessel und wird wohl erst gegangen werden können, wenn die Elf die EM-Teilnahme vergeigt.
schorri 07.09.2019
4. Master of Desaster
Ein desaströser Auftritt der deutschen Nationalmannschaft. Ausgelöst - wieder einmal - durch eine haarsträubende Taktik des Trainerteams, komplettiert von Fehlern und Schwächen Leistungen in der gesamten Mannschaft. Man lässt zuhause Mauerkick mit Konterhoffnung spielen. Will heißen: Hinten dicht, der Ball dem Gegner und vorn hilft hoffentlich der Herrgott. Und bei Rückstand wechselt man dann noch die beiden Stürmer gegen zwei Mittelfeldspieler. Das gestern war ein Desaster. Und der Master of Desaster heißt - wieder einmal - "Jogi" Löw.
uli_san 07.09.2019
5. Gute Analyse,
stimme komplett überein. In meiner Meinung über Löw, dass er seine Auswechselungen schon vor dem Spiel festlegt, wurde ich mal wieder bestätigt. Unverständlich, dass einige der Spieler in der N11 deutlich schwächer spielen, als im Verein. Gut, die Gegenspieler sind international stärker, aber dass das quer durchs Team zu sehen ist, verwundert schon. An der Berufung der Spieler und der Startaufstellung gibt es nicht viel zu mäkeln (persönlich würde ich gern noch da Costa von der Eintracht im Kreis der N11 sehen). Also trifft der Schwerpunkt der Kritik das Trainerteam, das zu wenig daraus macht. Eine Niederlage in Nordirland und ein weiteres Desaster nach der verkorksten WM und Nationsleague ist nicht auszuschließen.
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