EM-Qualifikation England ausgepfiffen, Niederlande souverän

Die Niederlande haben gegen Schweden einen lockeren Sieg gefeiert, Stürmer Klaas-Jan Huntelaar traf erneut. Spanien hatte hingegen große Probleme gegen Schottland, England blamierte sich gegen das Team aus Montenegro. Die französische Nationalmannschaft ist weiter auf Kurs.

Oranje-Spieler van der Vaart, Huntelaar und Kuyt: lockerer Sieg gegen Schweden
AP

Oranje-Spieler van der Vaart, Huntelaar und Kuyt: lockerer Sieg gegen Schweden


Hamburg - Während Frankreich dank der Treffer von Karim Benzema (22. Minute) und Yohann Gourcuff (76.) beim 2:0 (1:0) gegen Luxemburg die Führung in der Gruppe D festigte, konnte England das Überraschungs-Team aus Montenegro nicht vom Spitzenplatz der Gruppe G stürzen. Das Team von Coach Fabio Capello rannte gegen defensiv eingestellte Gäste an und wurde nach dem torlosen Unentschieden in Wembley vom Platz gebuht.

Unbeeindruckt vom Wirbel um Mark van Bommel untermauerten die Niederlande mit dem vierten Sieg im vierten Spiel ihre Favoritenstellung in der Gruppe E. Dank der Quali-Treffer Nummer Sieben und Acht von Schalkes Stürmer Klaas-Jan Huntelaar (4./55.) sowie eines Doppelpacks von Ibrahim Afellay (37./59.) bezwang die Elftal Schweden locker 4:1 (2:0). Zuvor hatte sich der Nationalverband KNVB der Forderung des Bayern-Vorstands widersetzt, den angeschlagenen van Bommel sofort zur Diagnose und Behandlung nach München zurück zu schicken. Der Kapitän wurde in der 72. Minute ausgewechselt.

Neue Hoffnung auf das EM-Turnier in Polen und der Ukraine hat Coach Ottmar Hitzfeld mit dem Schweizer Nationalteam geschöpft. Gegen Wales gelang den Eidgenossen beim 4:1 (2:1) in Basel der erste Sieg im dritten Qualifikationsspiel. Nach zuvor zwei Pleiten war der Trainer unter Druck geraten. Valentin Stocker (8., 89.), der ehemalige Stuttgarter Marco Streller (21.) und Gökhan Inler (82./Foulelfmeter) brachten mit ihren Treffern im St. Jakob-Park die Schweiz jedoch zurück ins Rennen. Für Wales traf Gareth Bale (13.). Mit drei Punkten verbesserte sich die Schweiz in Gruppe G auf Platz drei vor Bulgarien. Wales ist punktloser Tabellenletzter.

Welt- und Europameister Spanien mühte sich in Glasgow zu einem 3:2 (1:0)-Erfolg und bleibt nach drei Spielen ohne Punktverlust. Gegen Schottland taten sich die Spieler von Trainer Vicente del Bosque aber ungewohnt schwer. David Villa per Handelfmeter (41.) und Andres Iniesta (55.) hatten für die Führung gesorgt, doch Steven Naismith (58.) und Gerard Piqué mit einem Eigentor (66.) glichen aus. Fernando Llorente erzielte elf Minuten vor Schluss den Siegtreffer. Villa brach mit seinem 45. Länderspieltor den nationalen Rekord von Schalke-Stürmer Raúl.

Russlands Nationalmannschaft übernahm durch ein 1:0 (1:0) in Mazedonien die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe B. Den Russen reichte ein frühes Tor durch Alexander Kerschakow (8.) zum dritten Sieg im vierten Spiel. Der bisherige Spitzenreiter Slowakei kam nicht über ein 1:1 (1:1) gegen Irland hinaus. In Zilina hatte Sean St. Ledger die Iren in der 16. Minute in Führung gebracht. Der ehemalige Hannoveraner Jan Durica glich für den WM-Teilnehmer Slowakei aus (36.).

Portugal kommt unter dem neuen Trainer Paulo Bento immer besser in Fahrt. Vier Tage nach dem ersten Erfolg gegen Dänemark schafften die Portugiesen beim 3:1 (2:1) in Island den zweiten Sieg. Real-Star Cristiano Ronaldo (3.), Raul Mereiles (27.) und Helder Postiga (72. ) trafen in Reykjavik für die Gäste, Heidar Helguson (17.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich. Mit nun sieben Punkten rückt Portugal in der Gruppe H bis auf zwei Zähler an Spitzenreiter Norwegen heran, der allerdings ein Spiel weniger absolviert hat. Island bleibt sieg- und punktlos Letzter.

luk/sid/dpa

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Seite 1
Kanzla87 02.09.2010
1.
Belgien: Eine Mannschaft der Unbekannten, ohne große Namen - dafür aber große Stolpergefahr für Deutschland. Türkei: Sicherlich so ziemlich der unangenehmste Gegner, den man sich wünschen kann. Kampfstark und technisch beschlagen - es werden hitzige Duelle. Aserbaidschan: "Es gibt keine Kleinen mehr" lasse ich nicht gelten. Hier muss ein klarer Sieg her! Österreich: Vielleicht der Geheimfavorit der Gruppe. Haben schon oft bewiese, große Gegner ärgern zu können. Enge Sache. Kasachstan: Hier müssen 2x3 Punkte her, wenn man sich Qualifizieren will. Könnten jedoch die eine oder andere Überraschung parat haben. Fazit: Schwere Gruppe, die ersten vier Mannschaften werden eng beieinander liegen - hoffentlich mit gutem Ende für den DFB.
LocoGrande 02.09.2010
2.
Gegen Österreich und Türkei je 4 Punkte Gegen alle anderen je 6 Punkte. Gruppensieg vor der Türkei. Das muss der Anspruch sein.
gelegenheitsposter, 02.09.2010
3. nie wieder Angsthasenfussball
Moin, jetzt brauchen wir noch keine Vizekapitän, der den Angsthasenfussball gegen Spanien vergessen macht. 2006 gab es die Achse Ballack/Frincks, die eine Mannschaft stabilisiert hat .... Frincks war leider im entscheidenden Moment gesperrt weil er einem Argentinier das Kinn poliert hat .... Aber das ist immer noch besser als der Angsthasenfussball der Nationalmannschaft gegen Spanien 2010 .... Die Euphorie nach den Siegen gegen England und Argentinien ist unbegründet, wenn auch für den Moment sehr berauschend. Argentinien hatte schon Probleme in der Qualifikation .... und Englands Swingerclub war doch durch den Wind ... Beide Mannschaften waren doch aus der Spur. Der Umgang mit Frincks und Ballack ist erst gerechtfertigt wenn die Krabbelgruppe sich gegen einen ernstzunehmenden Gegner in guter Verfassung (also nicht Argentinien und England 2010) ... durchsetzt, egal wie .... Es wäre schade wenn Völler der letzte Bundestrainer mit Finalteilnahme und ohne Bundesverdienstkreuz bliebe ....
Umberto, 02.09.2010
4.
Zitat von Kanzla87Belgien: Eine Mannschaft der Unbekannten, ohne große Namen - dafür aber große Stolpergefahr für Deutschland. Türkei: Sicherlich so ziemlich der unangenehmste Gegner, den man sich wünschen kann. Kampfstark und technisch beschlagen - es werden hitzige Duelle. Aserbaidschan: "Es gibt keine Kleinen mehr" lasse ich nicht gelten. Hier muss ein klarer Sieg her! Österreich: Vielleicht der Geheimfavorit der Gruppe. Haben schon oft bewiese, große Gegner ärgern zu können. Enge Sache. Kasachstan: Hier müssen 2x3 Punkte her, wenn man sich Qualifizieren will. Könnten jedoch die eine oder andere Überraschung parat haben. Fazit: Schwere Gruppe, die ersten vier Mannschaften werden eng beieinander liegen - hoffentlich mit gutem Ende für den DFB.
Das ist bei der Mannschaft jeden Landes so, wenn man sich dafür nicht interessiert, also auch nicht damit beschäftigt.
Küchenbulle2010 02.09.2010
5.
Zitat von gelegenheitsposterMoin, jetzt brauchen wir noch keine Vizekapitän, der den Angsthasenfussball gegen Spanien vergessen macht. 2006 gab es die Achse Ballack/Frincks, die eine Mannschaft stabilisiert hat .... Frincks war leider im entscheidenden Moment gesperrt weil er einem Argentinier das Kinn poliert hat .... Aber das ist immer noch besser als der Angsthasenfussball der Nationalmannschaft gegen Spanien 2010 .... Die Euphorie nach den Siegen gegen England und Argentinien ist unbegründet, wenn auch für den Moment sehr berauschend. Argentinien hatte schon Probleme in der Qualifikation .... und Englands Swingerclub war doch durch den Wind ... Beide Mannschaften waren doch aus der Spur. Der Umgang mit Frincks und Ballack ist erst gerechtfertigt wenn die Krabbelgruppe sich gegen einen ernstzunehmenden Gegner in guter Verfassung (also nicht Argentinien und England 2010) ... durchsetzt, egal wie .... Es wäre schade wenn Völler der letzte Bundestrainer mit Finalteilnahme und ohne Bundesverdienstkreuz bliebe ....
Wenn man schon meckert, sollte man auch die Fakten kennen. Es gibt überhaupt nur EINEN ehemaligen Bundestrainer, der kein Bundesverdienstkreuz bekommen hat. Sein Name: Erich Ribbeck.
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