EM-Qualifikation Franzosen lösen Schotten ab, Griechenland qualifiziert

Schottland hat durch eine Niederlage seine gute Ausgangsposition im Kampf um die Euro-Teilnahme verspielt. Griechenland löste das Ticket durch einen Auswärtsieg in der Türkei. Frankreich übernahm die Tabellenführung der Gruppe B.

Moskau - Ioannis Amanatidis hat Titelverteidiger Griechenland das Ticket für die EM-Endrunde 2008 beschert. Der Stürmer erzielte im Hexenkessel von Istanbul den 1:0 (0:0)-Siegtreffer für die Elf des deutschen Trainers Otto Rehhagel gegen den Erzrivalen Türkei. Mit nun 25 Punkten liegt Griechenland bei zwei noch ausstehenden Partien in der Gruppe C sieben Punkte vor den Türken (18). Die Türken, die das Hinspiel in Piräus noch 4:1 gewonnen hatten, stehen dagegen nun gehörig unter Zugzwang. Am 17. November kommt es zum vorentscheidenden Duell in Norwegen.

Vor 47.000 Zuschauer im Ali-Sami-Yen-Stadion entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Als Trumpf bei den Griechen erwies sich diesmal die Hintermannschaft, die im Gegensatz zu den letzten vier Länderspielen (acht Gegentreffer) diesmal sicher stand. In der 79. Minute entschied Amanatidis aus abseitsverdächtiger Position die Partie.

Durch den 2:0 (0:1)-Auswärtssieg in Bosnien-Herzegowina konnte Norwegen sich mit jetzt 20 Punkten an den Türken vorbei auf Platz zwei schieben und hat gute Chancen sich neben Griechenland für die EM zu qualifizieren.

Ebenfalls in der Gruppe C siegte Moldawien 3:2 (0:3) auf Malta. Beide Teams haben keine Chance mehr, sich zu qualifizieren.

Die vom Deutschen Klaus Toppmöller trainierten Georgier haben unterdessen der schottischen Nationalmannschaft auf deren Weg zur EM 2008 eine empfindliche Niederlage zugefügt und bei Weltmeister Italien und Frankreich für Erleichterung gesorgt. Die Georgier besiegten den Tabellenführer der Gruppe B in Tiflis 2:0 (1:0). In der vom Deutschen Fífa-Schiedsrichter Knut Kircher geleiteten Partie in Tiflis erzielten der 17 Jahre alte Debütant Lewan Mschedlidse (FC Empoli) in der 16. sowie Deutschland-Legionär David Siradse vom Zweitligisten SC Paderborn in der 64. Minute die Tore für den Außenseiter.

Zwar bleiben die Schotten mit 24 Punkten vor den Italienern, diese haben bei 23 Punkten und einer weniger ausgetragenen Partie aber nun wieder die besseren Karten. Da zum Abschluss von einem Sieg des Weltmeisters gegen die noch punktlosen Färöer auszugehen ist, bräuchten die Schotten nun einen Sieg gegen die Italiener im direkten Duell am 17. November.

Die Franzosen (25) übernahmen durch das 2:0 (0:0) gegen Litauen die Tabellenführung und brauchen nun nur noch einen Punkt zum Abschluss in der Ukraine zur sicheren Qualifikation. Mann des Tages in Nantes war Thierry Henry, der mit einem Doppelschlag (79. /80.) beide Tore erzielte und mit 43 Toren nun alleiniger Rekordtorschütze der Equipe Tricolore vor Uefa-Präsident Michel Platini (41) ist. Die Ukrainer (13) besiegten am Abend die Färöer 5:0 (3:0).

Der WM-Vierte Portugal hat ebenfalls einen großen Schritt in Richtung EM-Qualifikation gemacht. Die Südeuropäer kamen in Kasachstan zu einem 2:1 (0:0)-Erfolg und haben als Zweiter (23) der Gruppe A hinter dem gestern spielfreien Spitzenreiter Polen (24) nun beste Aussichten auf das EM-Ticket. In den beiden ausstehenden Heimspielen gegen Armenien und Finnland genügen den Portugiesen, die bei der letzten EM im eigenen Land im Endspiel standen (0:1 gegen Griechenland), nun vier Punkte, um das Ticket für die Endrunde zu lösen. Die Treffer für Portugal erzielten in Almaty Debütant Ariza Makukula (82.) und Cristiano Ronaldo (90.+1), für die Gastgeber konnte Dimitri Bijakow nur noch verkürzen (90.+4).

Serbien siegte in Aserbaidschan 6:1 (1:4) und liegt jetzt punktgleich mit Finnland auf Platz drei der Gruppe A. Belgien schlug Armenien mit 3:0 (0:0), hat aber keine Chance mehr auf das Ticket in die Schweiz und Österreich.

In der Gruppe D trennten sich Irland und Zypern 1:1 (0:0), San Marino unterlag Wales 1:2 (0:2).

mti/sid

Mehr lesen über