EM-Qualifikation Hitzfelds Schweizer scheitern, England feiert 

Schade, Schweiz: In der EM-Qualifikation hat das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld gegen Wales verloren und ist gescheitert. Dagegen sicherte sich England das Ticket für die Endrunde, Frankreich muss weiter zittern. In der Gruppe H kommt es zum Showdown zwischen Portugal und Dänemark.

Englands Nationalspieler Rooney (Mitte): Remis reicht für die EM
DPA

Englands Nationalspieler Rooney (Mitte): Remis reicht für die EM


Hamburg - Bittere Pleite: Die Schweiz um Trainer Ottmar Hitzfeld hat am vorletzten Spieltag der Gruppe G 0:2 (0:0) in Wales verloren. Nach einer Roten Karte für den Schweizer Reto Ziegler (55.) trafen Arsenals Aaron Ramsey (60./Elfmeter) und Tottenhams Gareth Bale (71.) für die Briten. Bei den Eidgenossen kamen die Bundesliga-Profis Diego Benaglio (Wolfsburg), Eren Derdiyok (Leverkusen) und Timm Klose (Nürnberg) von Beginn an zum Einsatz - das Aus konnten auch sie nicht verhindern.

Ex-Weltmeister England steht dagegen als siebter EM-Teilnehmer fest. Den "Three Lions" reichte im vorletzten Qualifikations-Spiel ein 2:2 (2:1) bei Verfolger Montenegro, um sich den Sieg in der Gruppe G zu sichern. In Podgorica lagen die Briten nach Toren von Ashley Young (11.) und Darren Bent (31.) bereits 2:0 vorne, kassierten dann aber kurz vor der Pause den Anschlusstreffer durch Elsad Zverotic (45.). In der Schlussphase sah Englands Stürmerstar Wayne Rooney nach grobem Foulspiel die Rote Karte (74.), ehe Andrija Delibasic in der Nachspielzeit noch der Ausgleich für Montenegro gelang.

Frankreich und Bosnien kämpfen am Dienstag im direkten Duell um das EM-Ticket. Beim ungefährdeten 5:0 (4:0) Bosniens über Luxemburg sorgten die Ex-Wolfsburger Edin Dzeko (12. Minute) und Zvjezdan Misimovic (15./22./Foulelfmeter), Miralem Pjanic (36.) und Haris Medunjanin (51.) am Freitagabend mit ihren Treffern für Spannung im abschließenden Aufeinandertreffen mit den Franzosen. Der Weltmeister von 1998 verteidigte in der Gruppe D mit 20 Punkten aber seinen Ein-Punkt-Vorsprung auf die Bosnier. Zum 3:0 (2:0)-Sieg über Albanien steuerten Florent Malouda (11.), Loic Remy (38.) und Anthony Reveillere (67.) die Tore bei.

Weltmeister Spanien hat im siebten Spiel der EM-Qualifikation den siebten Sieg gefeiert. Beim Tabellenzweiten Tschechien trafen Juan Mata (7.) und Xabi Alonso (23.) zum 2:0 (2:0)-Sieg der Iberer. Bei den Gastgebern sah Tomas Hübschman in der 69. Minute die Rote Karte. Tschechien liegt in der Gruppe I zwei Punkte vor Schottland, das erst am Samstag (19.30 Uhr) in Liechtenstein antritt.

Österreich hat derweil im ersten Spiel unter Interimstrainer Willibald Ruttensteiner seine Negativserie gegen das Team von Berti Vogts beendet. Nach zuletzt sechs sieglosen Qualifikations-Spielen gab es ein 4:1 (1:0) in Aserbaidschan. Die Österreicher hatten frühzeitig die Chancen auf die Teilnahme an der EM-Endrunde in Polen und der Ukraine verspielt, woraufhin Trainer Dietmar Constantini Mitte September zurückgetreten war. Am 1. November tritt der Schweizer Marcel Koller sein Amt als neuer Nationaltrainer an. In Baku trafen der Mainzer Andreas Ivanschitz (34.), Torjäger Marc Janko (52./62.) sowie Zlatko Junusovic (90.) für die Gäste. Für Aserbaidschan, das nach der Roten Karten gegen Sasa Yunisoglu ab der 27. Minute in Unterzahl spielte, traf Vuqar Nadirov (74.).

Serbien muss um seine Chance bangen, als Gruppenzweiter in die Playoffs zur EM einzuziehen. Im Spitzenspiel der Gruppe C trotzten die Gastgeber den bereits qualifizierten Italienern ein 1:1 (1:1) ab. Zeitgleich gewann Estland 2:1 (0:1) in Nordirland und zog mit 16 Punkten an Serbien (15) vorbei auf Rang zwei. Allerdings haben die Esten bereits alle zehn Spiele absolviert, die Serben können am Dienstag (20.45 Uhr) in Slowenien noch punkten. Die frühe Führung der Gäste durch Claudio Marchisio (2.) egalisierte Branislav Ivanovic in der 26. Minute.

Das Nationalteam der Niederlande hat durch das 1:0 (1:0) gegen Moldau am Freitagabend den ersten Platz in der Gruppe E sicher. Stürmerstar Klaas-Jan Huntelaar erzielte das Tor des Abends. Hinter dem Europameister von 1988 holte sich Schweden nach einem 2:1 (1:0) in Finnland den zweiten Platz. In Finnland trafen Sebastian Larsson (8.), mit sechs Assists bester Vorbereiter in der Qualifikation, und Martin Olsson (52.) für Schweden.

Portugal und Dänemark kämpfen im Duell am letzten Spieltag um die direkte Qualifikation zur EM. In der Gruppe H treffen die beiden punktgleichen Teams am Dienstag (20.15 Uhr) in Kopenhagen aufeinander. Dänemark siegte am vorletzten Spieltag 4:1 (4:1) gegen Zypern. Lars Jacobsen (7.), Dennis Rommedahl (11./22.) und Michael Krohn-Dehli (20.) trafen. Portugal schlug Island 5:3 (3:0). Nani (13./21.), Hélder Postiga (45.), João Moutinho (81.) und Eliseu (87.) waren erfolgreich.

Auf EM-Kurs befindet sich auch Russland. Dank eines 1:0 (0:0)-Sieges in der Slowakei schob sich die "Sbornaja" in der Gruppe B mit 20 Punkten auf Platz eins. Alan Dzagoew erzielte in der 71. Minute den einzigen Treffer. Im letzten Gruppenspiel gegen Andorra dürften die Russen alles klar machen.

Armenien darf sich ebenfalls Hoffnungen auf die Qualifikation machen. Nach dem 4:1 (2:0)-Sieg gegen Mazedonien liegt das Team von Trainer Vardan Minasyan in der Gruppe B mit 17 Punkten auf Rang zwei. Im Kampf um Platz zwei kommt es am letzten Spieltag am Dienstag (19.45 Uhr) für Armenien in Dublin zum Endspiel gegen Irland. Das Team von Giovanni Trapattoni gewann durch Treffer von Kevin Doyle (8.) und Aiden McGeady (20.) in Andorra und liegt einen Punkt vor Armenien.

chp/dpa/sid

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.