EM-Qualifikation Trapattoni nach Remis unter Druck

Nach der enttäuschenden Leistung der "Azzurri" im EM-Qualifikationsspiel gegen Jugoslawien gehen die italienischen Zeitungen auf Trainer Giovanni Trapattoni los.


Giovanni Trapattoni: "Die Nationalmannschaft wird noch Großes leisten"
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Giovanni Trapattoni: "Die Nationalmannschaft wird noch Großes leisten"

Neapel - Am schärfsten kritisierte der "Corriere dello Sport" den ehemaligen Bayern-Coach nach dem 1:1 (1:1) am Samstagabend. "Trapattoni, es ist genug. Wir wollen Zoff zurück", schrieb die Zeitung und forderte die Rückkehr von Ex-Nationaltrainer Dino Zoff, der die "Squadra Azzurra" 2000 ins EM-Finale von Rotterdam gegen Frankreich gebracht hatte.

"Bevor der Verband nicht den Trainer wechselt, hat die Nationalmannschaft keine Gegenwart und erst recht keine Zukunft", führte der "Corriere" weiter aus. Moderater urteilte die "Gazzetta dello Sport". Das Blatt sprach vom "Gespenst Italien".

"Trapattoni hat zwar auf entscheidende Spieler wie Christian Vieri und Francesco Totti verzichten müssen, doch dies rechtfertigt nicht das verworrene und unkonzentrierte Spiel der Mannschaft", kommentierte die "Gazzetta" weiter, "es ist schwierig, für die Zukunft optimistisch zu sein. Entscheidend wird sich nun das Spiel gegen Wales in vier Tagen erweisen. Fraglich ist aber, wo Trapattoni neue Kraftquellen für diese Mannschaft finden wird."

"Die Qualifikationsrunden sind für alle schwierig. Brasilien, England und Deutschland haben die WM-Qualifikation nur knapp geschafft. Uns stehen weitere entscheidende Spiele noch bevor, wir werden es schaffen", gab sich Trapattoni kämpferisch, "die Nationalmannschaft wird noch Großes leisten." Juventus-Star Alessandro Del Piero (39.) hatte die Gästeführung durch Predrag Mijatovic (28.) ausgeglichen.



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