EM-Qualifikation England fährt dank 7:0 im 1000. Spiel zur EM, Tschechien sticht Kosovo aus

Dank eines beeindruckenden Spiels gegen Montenegro hat sich England für die EM 2020 qualifiziert. In einem dramatischen Duell machte Tschechien den zweiten Platz der Gruppe perfekt.

Harry Kane traf dreifach für England
REUTERS/Dylan Martinez

Harry Kane traf dreifach für England


England - Montenegro 7:0 (5:0)

Im 1000. Spiel ihrer Geschichte hat sich die englische Fußball-Nationalmannschaft dank eines Kantersiegs für die Europameisterschaft 2020 qualifiziert. In der Jubiläumspartie schlug England den Gast aus Montenegro 7:0 (5:0). Dadurch führt England die Gruppe A mit 18 Punkten an und ist vom Dritten aus dem Kosovo nicht mehr einzuholen.

Alex Oxlade-Chamberlain brachte England mit einem Schuss aus wenigen Metern früh in Führung (11.). Daraufhin schlug Stürmer Harry Kane mit zwei Kopfballtoren innerhalb von fünf Minuten zu (19./24.). Die ersten drei Treffer bereitete Linksverteidiger Benn Chillwell vor. Marcus Rashford traf zum 4:0 (30.), ehe Kane sein dritter Treffer im Spiel gelang - dieses Mal mit dem Fuß (37.). Auf das 6:0 mussten die Zuschauer im Londoner Wembley Stadion bis zur zweiten Hälfte warten: Nach einem Schuss von Mason Mount fälschte Aleksandar Sofranac den Ball ins eigene Tor ab (66.). Das abschließende 7:0 gehörte Tammy Abraham (84.).

Tschechien - Kosovo 2:1 (0:0)

Tschechien folgt England in der Gruppe A zur EM 2020. Die Tschechen gewannen ihr Heimspiel gegen den direkten Verfolger Kosovo 2:1 (0:0) trotz eines zwischenzeitlichen Rückstands. Dadurch liegen die Tschechen nun vier Punkte vor dem Kosovo und können am letzten Spieltag nicht mehr eingeholt werden.

Atde Nuhiu hatte den Kosovo per Flugkopfball in Führung gebracht (50.). Alex Kral erzielte mit einem Schuss aus etwa 25 Metern jedoch den Ausgleich (71.) und bereitete wenige Minuten später den Siegtreffer von Ondrej Celustka vor (79.). Für den jungen Verband des Kosovo wäre es die erste Teilnahme an einer Fußball-EM gewesen.

Türkei - Island 0:0

Die Türkei hat sich durch ein Unentschieden gegen Island für die Fußball-Europameisterschaft 2020 qualifiziert. Am vorletzten Spieltag der Quali-Gruppe H trennten sich die Türken in Istanbul 0:0 von Island und sind mit nun 20 Punkten nicht mehr von den ersten beiden Plätzen zu verdrängen.

Island ist mit 16 Punkten Dritter und kann den Zweitplatzierten Frankreich aufgrund des verlorenen nicht mehr überholen. In den letzten beiden Gruppenspielen geht es für die Türkei und Frankreich noch um den Gruppensieg.

Die Türkei hatte gegen Island durchaus Chancen zum Sieg, Burak Yilmaz (54.) und Yuzuf Yazici (90.+1) trafen mit abgerutschten Flanken die Latte. Die größte Möglichkeit Islands hatte Hördur Magnussen per Kopf, doch Mert Günok klärte auf der Linie (82.).

Burak Yilmaz traf nicht, fährt mit der Türkei aber zur EM
TOLGA BOZOGLU/EPA-EFE/REX

Burak Yilmaz traf nicht, fährt mit der Türkei aber zur EM

Frankreich - Moldau 2:1 (1:1)

Die Franzosen konnten schon vor ihrem 2:1 (1:1)-Sieg in St. Denis gegen Moldau trotz zu diesem Zeitpunkt nur dreier Punkte Vorsprung nicht mehr von Island eingeholt werden, da der Vize-Europameister den direkten Vergleich gewonnen hatte. Durch den Erfolg am Abend steht der Weltmeister (22 Punkte) wieder an der Spitze.

Vadim Rata bestrafte die Franzosen nach einem Abstimmungsfehler zwischen Torhüter Steve Mandanda und Innenverteidiger Clement Lenglet (9.). Abwehrchef Raphael Varane (35.) traf noch vor der Pause per Kopf zum Ausgleich, den Siegtreffer erzielte Olivier Giroud per Foulelfmeter (79.).

Portugal - Litauen 6:0 (2:0)

Auch dank eines Dreierpacks von Superstar Cristiano Ronaldo steht die portugiesische Nationalmannschaft dicht vor der Qualifikation für die EM 2020. Ronaldo war beim 6:0 (2:0) gegen das überforderte Litauen der überragende Mann auf dem Platz. Neben Ronaldo (7./Foulelfmeter, 22., 65.) waren auch der Frankfurter Bundesligaprofi Goncalo Paciencia (56.), Pizzi (52.) und Bernardo Silva (63.) erfolgreich.

In der Gruppe B liegt Portugal als Tabellenzweiter weiter einen Punkt vor Serbien, das nur 3:2 (2:0) gegen Luxemburg gewann. Die Ukraine hat sich bereits qualifiziert, um das zweite Ticket streiten Titelverteidiger Portugal und die Serben. Ronaldo und Co. sind allerdings klar im Vorteil - zum Abschluss am Sonntag geht es nach Luxemburg, die Serben müssen in die Ukraine. Ihnen bliebe ansonsten der Weg über die Play-offs, die sie dank der Nations League bereits sicher erreicht haben.

ptz/dpa/sid



insgesamt 1 Beitrag
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Seite 1
elwoodblues1969 15.11.2019
1. Strafe?
Was ist eigentlich aus der Strafe gegen die Türkei geworden? Wird das, obwohl sie doppelt gegen die Regeln verstoßen haben, einfach unter den Tisch gekehrt?
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