Ausschreitungen bei EM-Quali Uefa bestraft Kroatien und Italien

Leuchtraketen und Knallkörper aus dem Gästeblock hatten beim EM-Qualifikationsspiel Italien gegen Kroatien für Unterbrechungen gesorgt. Jetzt hat die Uefa die Fußballverbände bestraft. Den Kroaten drohen bei weiteren Vergehen "drastische Sanktionen".

AFP

Hamburg - Die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union (Uefa) hat den kroatischen Fußballverband nach den Ausschreitungen bei der EM-Qualifikationspartie in Italien bestraft. Wegen rassistischen Verhaltens und des Abbrennens von Pyrotechnik durch die kroatischen Fans wurde der Verband zu einem Teilausschluss der Zuschauer im Rückspiel verurteilt. Zudem muss er 80.000 Euro Strafe zahlen. Der italienische Verband wurde mit einer Geldstrafe von 13.000 Euro belegt.

Die Begegnung in Mailand (1:1) am 16. November war mehrmals unterbrochen worden, nachdem aus dem kroatischen Fanblock Feuerwerkskörper auf den Platz geflogen waren. Einige Gäste-Fans randalierten auch nach dem Spiel außerhalb des Stadions.

Ein Teil der Tribüne mit 8000 Sitzen müsse im Rückspiel am 12. Juni leer bleiben, erklärte Kroatiens Verbandspräsident Damir Vrbanovic. "Leider ist das eingetreten, was wir befürchtet haben. Unzählige Male schon musste der kroatische Fußball den Preis für Hooliganismus bezahlen", sagte Vrbanovic. Die Uefa habe von einer letzten Warnung gesprochen, bevor es "wirklich drastische Sanktionen" geben werde, so Vrbanovic.

tim/dpa/sid



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