Vor Länderspielen Can kritisiert DFB

Trotz eines starken Auftritts in der Champions League ist Emre Can nicht für die Nationalelf nominiert worden. In einem Interview zeigt er sich enttäuscht vom DFB-Trainerstab.
Emre Can

Emre Can

Foto: Getty Images

Nationalspieler Emre Can will trotz seiner Nichtberücksichtigung für die Länderspiele gegen Serbien und die Niederlande auch in Zukunft eine wichtige Rolle im DFB-Team übernehmen. "Mein Anspruch bleibt weiterhin, Stammspieler in der Nationalmannschaft und Leistungsträger zu sein", sagte der 25-Jährige in einem am Mittwoch in der "Sport Bild" erscheinenden Interview.

Zugleich sieht er seine Leistungen bei Juventus von Bundestrainer Joachim Löw nicht genug gewürdigt. "Ich lasse das mal unkommentiert, andere sollen das beurteilen. Ich stelle aber fest: Im Ausland werden meine Leistungen sicherlich anders beurteilt als in Deutschland", meinte der Mittelfeldspieler.

Enttäuscht vom Trainerstab

Can war von Löw auch nicht für die WM 2018 nominiert worden. "Da ich im Champions-League-Finale noch zum Einsatz kam, hoffte ich natürlich bis zuletzt. Wenn man im Vorfeld aber ein paar Monate ausgefallen war, muss man die Entscheidung akzeptieren." Allerdings sei er schon enttäuscht gewesen, "dass niemand aus dem Trainerstab in dieser Zeit bei mir angerufen hat oder mal die Frage kam: 'Wie geht es dir?' Nur die DFB-Ärzte haben sich nach mir erkundigt."

Bislang bestritt Can 21 Länderspiele im Löw-Team. Zuletzt war er beim 0:3 in Amsterdam gegen die Niederlande am 13. Oktober 2018 in der Nations League dabei. Er war im vergangenen Sommer vom FC Liverpool zum italienischen Rekordmeister nach Turin gewechselt. Im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Atlético hatte Can eine sehr starke Partie gezeigt.

mfu/dpa
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