Endspiel-Erfolg gegen Elfenbeinküste Außenseiter Sambia gewinnt Afrika-Cup

Überraschender Sieger: Im Finale des Afrika-Cups hat Sambia die Elfenbeinküste besiegt. In einem spannenden Elfmeterschießen setzte sich die Mannschaft gegen den Favoriten um Stürmer Didier Drogba durch. Der Star vom FC Chelsea wurde dabei zur tragischen Figur.

Afrika-Meister Sambia: Sieg im Elfmeterschießen gegen die Elfenbeinküste
AFP

Afrika-Meister Sambia: Sieg im Elfmeterschießen gegen die Elfenbeinküste


Hamburg - Sambia ist überraschend zum ersten Mal Afrikas Fußball-Meister. Der Außenseiter gewann im Endspiel in Libreville 8:7 im Elfmeterschießen gegen die favorisierte Elfenbeinküste um deren Star Didier Drogba. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 0:0 gestanden, Drogba schoss in der 70. Minute einen Foulelfmeter über das Tor.

Die Entscheidung im Elfmeterschießen fiel erst nach 18 Schützen, Stoppila Sunzu war dabei der Matchwinner. Für Sambia war es im dritten Anlauf nach 1974 und 1994 der erste Triumph in einem Endspiel des Afrika-Cups. Die Elfenbeinküste verpasste dagegen wie schon vor sechs Jahren den zweiten Titelgewinn nach 1992.

Im Elfmeterschießen parierte Sambias Torhüter Kennedy Mweene zwar gegen Souleyman Bamba, der Strafstoß wurde jedoch wiederholt, im zweiten Anlauf traf Bamba dann. Auch Drogba machte es als fünfter Schütze der Ivorer besser als im Spiel. Beim Stand von 5:5 war die Entscheidung nicht gefallen, so dass weitergeschossen werden musste. Auch Didier Ya Konan von Hannover 96 traf als siebter Akteur, doch danach hielt Mweene gegen Kolo Touré. Rainford Kalaba vergab den ersten Matchball, nach dem nächsten Fehlschuss durch Gervinho ließ Sunzu Sambia schließlich jubeln.

Sambia startet stark

Schon nach 80 Sekunden hätte Sambia in Führung gehen können. Nach einem Eckball bot sich Nathan Sinkala die Chance, Torhüter Boubacar Barry hielt den Schuss jedoch. Drogba, dem Torjäger des FC Chelsea, bot sich in der zweiten Hälfte die Riesenchance zur Führung. Nach einem Schubser von Isaac Chansa an Gervinho gab es Elfmeter, Drogba schoss den Ball aber hoch über das Tor. Schon im Viertelfinale gegen Co-Gastgeber Äquatorialguinea hatte er vom Punkt aus vergeben.

Erst in der Nachspielzeit der regulären 90 Minuten tauchte Sambia durch Emmanuel Mayuka wieder gefährlich im Strafraum auf, der Stürmer wurde aber im letzten Moment am Schuss gehindert. Zuvor setzte der Ivorer Max Gradel einen Flachschuss knapp am langen Eck von Sambias Tor vorbei (88.).

Doch auch die Elfenbeinküste hatte Glück: Der Ex-Bielefelder Chris Katongo scheiterte in der Verlängerung hauchdünn an Schlussmann Barry, der den Ball mit dem Fuß gerade noch an den Außenpfosten lenken konnte (95.). Ein Treffer fiel auch danach nicht mehr.

joe/dpa



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