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Englischer Fußball Schwere Krawalle in Newcastle und London

Schlimme Bilanz des englischen Fußball-Wochenendes: 29 Festnahmen beim Derby in Newcastle, 14 beim Pokal-Duell zwischen Millwall und Wigan. Die Innenstadt Newcastles glich nach Krawallen zwischen United-Fans und Sunderland-Anhängern einem Schlachtfeld, Mülleimer brannten, Polizisten wurden attackiert.

Hamburg - Im englischen Fußball ist es am Wochenende zu heftigen Krawallen gekommen. Nachdem es bereits am Samstag im Wembley-Stadion zu Schlägereien zwischen Millwall-Fans gekommen war, verwandelte sich Newcastles Innenstadt am Sonntag zeitweise in ein Schlachtfeld.

Nach der 0:3-Derbyniederlage gegen Sunderland warfen United-Anhänger Glasflaschen, Feuerwerkskörper und Steine auf Polizisten. "Das sind die schlimmsten Krawalle, die ich in der Innenstadt seit Jahrzehnten erlebt habe", sagte ein Beamter. 29 Personen wurden festgenommen.

Wie der "Guardian" berichtet, schlug ein Newcastle-Fan auf ein Polizeipferd ein, Müllcontainer wurden in Brand gesteckt. Am Hauptbahnhof eskalierte die Situation, als Anhänger beider Teams aufeinander trafen. Drei Polizisten wurden dabei verletzt, einer von ihnen musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Rivalität zwischen Newcastle und Sunderland ist berüchtigt, schon im Vorfeld der Partie hatten die Behörden vor Krawallen gewarnt.

"Wir sind erschüttert von diesen Szenen"

Einen Tag zuvor waren bereits 14 Personen in London festgenommen worden, als es nach dem FA-Cup-Halbfinale (0:2) zu Ausschreitungen zwischen Fans des FC Millwall und Wigan Athletic gekommen war. Vier Polizisten wurden dabei verletzt, im TV waren Livebilder von blutenden Stadionbesuchern und weinenden Kindern zu sehen. Ein Sprecher von Millwall, das in der Vergangenheit für sein massives Hooligan-Problem berüchtigt war, sagte: "Wir sind erschüttert von diesen Szenen. Sie gefährden die gute Arbeit, die wir geleistet haben, um die Außendarstellung unseres Vereins zu verbessern."

In Griechenland hatten ebenfalls am Sonntag Anhänger von AEK Athen für einen Spielabbruch gesorgt. Sie stürmten nach dem 0:1 in der 87. Minute gegen Panthrakikos Komotini auf den Platz. Schiedsrichter, Trainer und Spieler flohen in die Katakomben. Die Polizei versuchte, die aufgebrachten Fans mit Tränengas und Blendgranaten zu vertreiben. Später wurde das Stadion geräumt. Auch außerhalb der Arena soll es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Randalierern gekommen sein, berichteten Augenzeugen.

luk
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