Entscheidung in der Trainerfrage Hamburger SV plant mit Oenning

Coach Michael Oenning wird wohl auch in der kommenden Saison für den Hamburger SV verantwortlich sein. Der künftige Sportdirektor Frank Arnesen soll sich mit ihm auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit geeinigt haben.

Trainer Oenning: Gute Argumente
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Trainer Oenning: Gute Argumente


Hamburg - Mit Michael Oenning in die Zukunft: Der Hamburger SV schenkt Michael Oenning als Cheftrainer für die kommende Saison das Vertrauen. Das berichteten am Montagabend übereinstimmend mehrere Hamburger Medien. Eine offizielle Bestätigung durch den HSV gab es zunächst allerdings nicht. Nach dpa-Informationen hat sich der künftige HSV-Sportdirektor Frank Arnesen am Montag bei einem Blitzbesuch in der Hansestadt mit dem bisherigen Interimscoach grundsätzlich auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit als "Chef" verständigt. Über Inhalte und Laufzeit des neuen Vertrages soll allerdings noch nicht gesprochen worden sein.

"Ich gehe von einer raschen Entscheidung aus", hatte Oenning noch am Wochenende gesagt. Der 45 Jahre alte Oenning war nach der Trennung von Armin Veh am 13. März von dessen Co- zum vorübergehenden Cheftrainer befördert worden.

Angesichts namhafter Konkurrenz wie Morten Olsen oder Stale Solbakken anfangs nur als Außenseiter gehandelt, hat Oenning zuletzt gute Argumente für seinen Verbleib geliefert: Er ließ den HSV offensiver agieren und sorgte zugleich in der Defensive für mehr Stabilität.

Der begeisternden 6:2-Gala zum Oenning-Einstand gegen Köln folgten in Hoffenheim (0:0) sowie gegen Dortmund (1:1) und Hannover (0:0) zwar nur Unentschieden. Doch die neuen HSV-Vorstände Carl Edgar Jarchow und Joachim Hilke deuteten wiederholt an, mit dem auch bei den HSV-Profis beliebten Hoffnungsträger auf der Bank weitermachen zu wollen.

Ein Punkt, der für den ehemaligen Chefcoach des 1. FC Nürnberg spricht: Oenning trägt den beim HSV künftig erforderlichen Sparkurs mit. Denn der wirtschaftlich angeschlagene Club muss seine Ausgaben massiv drosseln. Vorstandschef Jarchow kündigte an, die Gehaltskosten für die Bundesliga-Mannschaft müssten von derzeit 47 auf rund 35 Millionen Euro reduziert werden. Dazu passt, dass Oenning sich bereit erklärte, er wolle - wie auch von Arnesen vorgegeben - verstärkt auf junge Akteure setzen.

Derzeit ist der Hamburger SV Siebter und hat vier Spieltage vor dem Saisonende fünf Punkte Rückstand auf einen Europa-League-Startplatz.

jar/dpa

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Koltschak 18.04.2011
1. "Hamburger SV plant mit Oenning"
"Der künftige Sportdirektor Frank Arnesen soll sich..geeinigt haben.2 Ja plant er nun, soll er nun oder soll er nicht? Plant ist eine tatsachenaussage! Soll ist wie eine Kannvorschrift und besagt nicht viel, juristisch gar nichts.
barcadero 18.04.2011
2. Guter Beginn
Auf so viel Vernunft hatte man beim HSV schon nicht mehr zu hoffen gewagt. Ein erster Qualitätsnachweis von Frank Arnesen? Lieber jetzt finanziell einen Schritt zurück, um in drei oder vier Jahren mit einer neu formierten, jungen Mannschaft den Angriff auf die Spitze zu versuchen.
me-privat 19.04.2011
3. Schon zu oft ...
... wurde in der Vergangenheit von einem Neuanfang gesprochen/geschrieben. Wohl, mir fehlt der Glaube! Und zum Trainer... Nun ja: Trainer aus der zweiten Reihe Manschaft zweitklassig => Verein bald zweitklassig Ein HSV kann auf Dauer in Hamburg nur überleben, wenn er erfolgreich ist. (ähnliche Situation wie in München: Ohne die großen erfolge würde von den Bayern kein Mensch sprechen) Zittern werden die Hamburger sicher lieber mit dem kleineren Stadtrivalen, egal ob dieser in der ersten oder zweiten Liga spielt.
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