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Bayer vs. Wolfsburg: Bayer berauschend, Wolfsburg wehrlos

Foto: Federico Gambarini/ dpa

Erfolg gegen Wolfsburg Leverkusen gewinnt, Ballack bockt

Mühelos zum Sieg: Champions-League-Anwärter Leverkusen hat gegen Wolfsburg einen deutlichen Erfolg gefeiert. Die Gäste waren über weite Strecken der Partie überfordert und stecken tief im Abstiegskampf. Bei Bayer stand Michael Ballack nicht einmal im Kader.

Hamburg - Bayer Leverkusen hat einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Teilnahme gemacht. Durch das souveräne 3:0 (3:0) gegen den VfL Wolfsburg wuchs der Vorsprung des Tabellenzweiten auf Rang vier auf sieben Punkte. Wolfsburg hingegen hat nur noch einen Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz 16.

"Wir haben eine große Chance wahrgenommen, den zweiten Tabellenplatz zu festigen. In der ersten Halbzeit haben wir das in großartiger Manier gemacht", sagte Bayer-Trainer Jupp Heynckes.

Lars Bender (21. Minute), Renato Augusto (29.) und Stefan Kießling (45.) sorgten vor etwa 28.000 Zuschauern schon vor der Halbzeit für klare Verhältnisse. "Nach dem 1:0 hat Bayer das Spiel dominiert", sagte Bundestrainer Joachim Löw. Da Hannover wenige Stunden zuvor den FC Bayern München 3:1 bezwungen hatte, baute Bayer seinen komfortablen Vorsprung auf die vom Rekordmeister angeführten Europa-League-Ränge aus.

Den ersten Aufreger gab es allerdings schon vor dem Anpfiff. Michael Ballack hatte nach seiner erneuten Nichtberücksichtigung für die Startelf auf einen Platz im Kader verzichtet. "In einem Gespräch mit Trainer Jupp Heynckes hat Michael Ballack gebeten, ihn aus dem Kader zu streichen", erklärte Vereinssprecher Dirk Mesch am Mittag. Gerüchte, dass der 98-fache Nationalspieler seinen Vertrag in Leverkusen auflösen und seine Karriere möglicherweise beenden wollte, dementierte Mesch.

Bayer-Sportchef Rudi Völler sagte: "Es kann ja keiner was dafür, dass er zwei schwere Verletzungen in kurzer Zeit hatte. Natürlich braucht er Spielpraxis, aber die kann ihm der Trainer nicht geben. Das ist ein Teufelskreis. Wir brauchen ja einen Ballack in Topform, um unsere Ziele zu erreichen." Heynckes sagte über Ballack: "Natürlich brauchen wir ihn, ist er ein Gewinn für die Mannschaft - wenn er fit ist."

Nach einer ruhigen Anfangsphase hatten die Gäste aus Wolfsburg die beiden ersten Chancen des Spiels. Diego konnte nach neun Minuten eine Vorlage von Cicero aber ebenso wenig verwerten wie VfL-Kapitän Sascha Riether vier Minuten später. Sein Schuss aus kurzer Distanz strich um Zentimeter am kurzen Pfosten vorbei. VfL-Coach Pierre Littbarski ließ Patrick Helmes an alter Wirkungsstätte von Beginn an spielen, wechselte den blassen Stürmer aber in der Halbzeit aus.

Leverkusen reichte ein früher Ballgewinn im Mittelfeld, um in Führung zu gehen. Sidney Sam bediente Lars Bender per Hackentrick, und der Vidal-Ersatz und Ballack-Konkurrent vollendete überlegt zum 1:0 (21.). Nach dem Treffer spielte sich Bayer zeitweise in einen Rausch. Renato Augusto belohnte sich nach 29 Minuten selbst für sein Spiel und traf nach einem Konter über Kapitän Simon Rolfes zum 2:0. Noch vor der Pause sorgte Kießling mit einem Lupfer für die Vorentscheidung (45.).

Erneut Renato Augusto (58.) und Sam nach einem Konter (67.) verpassten es, den Sieg noch höher ausfallen zu lassen. Der eingewechselte Dieumerci Mbokani hatte nach 70 Minuten die beste Gelegenheit für Wolfsburg, schoss aber über das Tor.

Bayer Leverkusen - VfL Wolfsburg 3:0 (3:0)
1:0 Lars Bender (21.)
2:0 Renato Augusto (29.)
3:0 Kießling (45.+1)
Leverkusen: Adler - Schwaab, Manuel Friedrich (14. Vida), Reinartz, Kadlec - Lars Bender, Rolfes - Sam (80. Derdiyok), Renato Augusto (83. Jörgensen), Castro - Kießling
Wolfsburg: Benaglio - Pekarik (70. Grafite), Kjaer, Arne Friedrich, Marcel Schäfer - Hasebe, Polak (65. Koo) - Riether, Diego, Cicero - Helmes (46. Mbokani)
Schiedsrichter: Zwayer
Zuschauer: 28.115
Gelbe Karten: - / Cicero (4), Mbokani, Arne Friedrich (5), Koo

chp/dpa/sid
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