Erfolg in Köln Guerrero schießt HSV zum Auswärtssieg

Der 1. FC Köln und der Hamburger SV bewiesen in der Abschluss-Partie des 21. Spieltags eindrucksvoll, warum sie im grauen Mittelfeld der Tabelle stehen. Beide Teams spielten uninspiriert und pomadig. Als alles auf ein Unentschieden hindeutete, sicherte Paolo Guerrero den Hamburger Erfolg.

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Hamburg - Vier, fünf oder gar sechs Treffer? Die Erwartungen vor der Partie zwischen Köln und Hamburg waren klar, die Fans hofften auf Tore. Und das völlig zurecht: Insgesamt 30 fielen in den vergangenen fünf Spielen zwischen den beiden Mannschaften. Doch das Aufeinandertreffen am 21. Spieltag war vor allem von mangelnder Risikobereitschaft und Defensivdenken geprägt, der HSV siegte durch ein spätes Tor von Paolo Guerrero (88. Minute) 1:0 (0:0).

"Wir wollten unbedingt gewinnen. Wir haben gefightet bis zum Schluss. Wir wollen uns weiter nach oben kämpfen", sagte HSV-Trainer Thorsten Fink: "Wir sind zum ersten Mal in dieser Saison auf Platz zehn und haben jetzt acht Punkte Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz."

Damit überholte der HSV Gegner Köln in der Tabelle und ist mit 26 Punkten Zehnter, zwei Punkte und Plätze vor dem FC. Die Kölner verpassten es mit der Pleite auch, das Thema des Wochenendes in Köln abzulösen. FC-Stürmer Lukas Podolski hatte zuvor in einem Zeitungsinterview harsche Kritik an seinem Verein geübt, fehlte gegen Hamburg aber weiter verletzt.

Podolskis Kollegen hatten auf dem Feld schon in der Anfangsphase einige bange Momente zu überstehen. Mladen Petric (7.), gegen den Christian Eichner im letzten Moment rettete, und Marcell Jansen (9.) mit einem knapp verzogenen Schrägschuss hatten früh die Gästeführung auf dem Fuß.

Petric vergibt Großchancen

Auch in der Folge bestimmte der HSV das Spiel, ließ gegen die meist nur reagierenden Gastgeber aber Zielstrebigkeit vermissen. Die einzige Kölner Chance im ersten Durchang hatte Milivoje Novakovic, dessen Schuss aus zwölf Metern HSV-Innenverteidiger Slobodan Rajkovic zur Ecke klärte (21.).

In der zweiten Hälfte lag der Ball sogar einmal im HSV-Tor, der vermeintliche Torschütze Martin Lanig (61.) stand bei seinem Kopfball aber deutlich im Abseits. Kurz zuvor hatte sich Kölns Innenverteidiger Ammar Jemal verletzt und zog sich wohl einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu. Der Tunesier fällt die beiden kommenden Partien aus.

Auf Hamburger Seite war es Mladen Petric, der mehrfach die Führung vergab. In der 70. Minute lenkte er einen gefährlichen Torschuss von Marcell Jansen über die Latte, vier Minuten später zielte er aus halbrechter Position daneben. Dabei ist der FC eigentlich der Lieblingsgegner des Kroaten, in zuvor sechs Partien hatte er gegen die Kölner neun Tore erzielt.

Und die Hamburger drängten weiter auf das Tor: Zunächst vergab Dennis Aogo (83.) eine gute Möglichkeit, fünf Minuten später machte es Guerrero besser. Nach einem Zuspiel von Petric traf der Peruaner aus kurzer Distanz. Für den 28-Jährigen war es der sechste Saisontreffer, sein erster in der Fremde.

1. FC Köln - Hamburger SV 0:1 (0:0)
0:1 Guerrero (88.)
Köln: Rensing - Sereno, Geromel, Jemal (52. Roshi), Eichner (46. McKenna) - Lanig (81. Pezzoni), Jajalo - Riether, Clemens - Peszko, Novakovic
Hamburg: Drobny - Diekmeier, Westermann, Rajkovic, Aogo - Kacar (59. Tesche), Jarolim (90.+2 Mancienne) - Sala (90.+2 Son), Jansen - Guerrero, Petric.
Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)
Zuschauer: 46.500
Gelbe Karten: Lanig (7), Jemal (3), Geromel (2) - Sala

leh



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Seite 1
t_s123 12.02.2012
1.
Zitat von sysopAFPDer 1. FC Köln und der Hamburger SV bewiesen in der Abschluss-Partie des 21. Spieltags eindrucksvoll, warum sie im grauen Mittelfeld der Tabelle stehen. Beide Teams spielten uninspiriert und pomadig. Als alles auf ein Unentschieden hindeutete, sicherte Paolo Guerrero den Hamburger Erfolg. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,814821,00.html
Deutlich im Abseits? Das Spiel wohl nicht gesehen? Das waren weniger cm, die da entschieden haben.
nesmo 12.02.2012
2. HSV und pomadig
sind seit Jahrzehnten immer wieder ein synonym. Waruim bloß?
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