Haaland vor seinem Premier-League-Debüt mit City »Es ist gut, hin und wieder ein bisschen Schmerz zu spüren«

Beim BVB war Erling Haaland ein Topstar. Nun startet der 22-Jährige mit Manchester City in die Premier League und stellt sich auf größere Widerstände ein: »Ich kann mich noch überall verbessern.«
Erling Haaland: »Mein ganzes Leben habe ich zugesehen, jetzt bin ich endlich dabei«

Erling Haaland: »Mein ganzes Leben habe ich zugesehen, jetzt bin ich endlich dabei«

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Mike Hewitt / Getty Images

Stürmerstar Erling Haaland rechnet nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund zu Manchester City mit höheren Anforderungen – und Schmerzen in der Premier League. »Ich denke, es wird etwas körperlicher, mit höherem Tempo«, sagte der Norweger in einem Interview mit dem US-Sportportal »The Athletic« : »Es ist eine sehr physische Liga, und es wird hart werden. Aber mein Körper ist bereit – und ein gutes Duell ist immer etwas Feines.«

Haaland gibt eigentlich selten Interviews. Dieses führte der frühere englische Nationalstürmer Alan Shearer, der beim »Athletic« eine Kolumne schreibt. Haaland sagte Shearer: »Es ist gut, hin und wieder ein bisschen Schmerz zu spüren.«

Wichtig sei vor allem, dass er sich schnell auf die Spielweise seiner neuen Mannschaft einstelle, mit der er am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) in die neue Saison startet: »Es hängt viel von der Chemie ab. Ich war zweieinhalb Jahre in Dortmund, da habe ich die Spieler dann sehr gut gekannt. Auch hier muss jetzt das perfekte Timing kommen, und auf Spitzenniveau wird es auch kommen.«

Herausragende Torquote in Dortmund

Auf die Frage, ob er seine Torquote in Dortmund (62 Treffer in 67 Ligaspielen) und bei RB Salzburg (17 in 16) auch bei City erreichen könne, reagierte der 22-Jährige zurückhaltend: »Darüber kann ich nicht zu viel reden«, sagte er: »Ich muss so wenig wie möglich sprechen und das anderen überlassen. Für mich geht es darum, mich so schnell wie möglich einzuleben und zu liefern.«

In Dortmund erzielte Haaland 62 Treffer in 67 Ligaspielen

In Dortmund erzielte Haaland 62 Treffer in 67 Ligaspielen

Foto: SASCHA STEINBACH / EPA

Nach seinem Wechsel aus Salzburg zum BVB im Januar 2020 wurde Haaland schnell zu einem der größten Stars der Bundesliga. In seiner ersten Saison in Dortmund erzielte er 41 Tore in 41 Pflichtspielen und wurde in der Spielzeit 2020/21 bester Torschütze der Champions League. Im Mai wechselte Haaland dank einer Ausstiegsklausel für 75 Millionen Euro zu City.

»Wenn es um den Abschluss geht, muss ich meinen linken Fuß verbessern, meinen rechten Fuß, meine Kopfbälle. Es gibt so viele Dinge.«

Erling Haaland

Doch der Start dort verlief nicht reibungslos. Beim Community Shield gegen Liverpool vergangene Woche, dem Spiel des FA-Cup-Siegers gegen den Premier-League-Champion, vergab er einige Chancen.

Volles Potenzial erst in zehn Jahren ausschöpfen

»Ich kann mich noch überall verbessern«, sagte Haaland: »Ich verpasse ständig Chancen mit meinem linken Fuß – das habe ich erst letztes Wochenende getan. Wenn es um den Abschluss geht, muss ich meinen linken Fuß verbessern, meinen rechten Fuß, meine Kopfbälle. Es gibt so viele Dinge.« Sein volles Potenzial könne er vielleicht erst »in zehn Jahren ausschöpfen«.

Mit dem Wechsel nach England sei für den in Leeds geborenen Sohn des früheren Premier-League-Profis Alf-Inge Haaland ein Traum wahr geworden. »Ich habe die Liga schon immer geschaut. Jedes Spiel erlebt seine eigene Geschichte. Es sind so viele Spiele, verschiedene Atmosphären«, sagte Haaland: »Mein ganzes Leben habe ich zugesehen, jetzt bin ich endlich dabei – und darauf freue ich mich wirklich.«

mey/sid
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