+++ EM-Newsblog +++ "Schürrle kann sich Dortmund vorstellen"

Der Poker um André Schürrle beginnt: Der Nationalspieler hat dem VfL Wolfsburg mitgeteilt, dass er sich einen Wechsel zu Borussia Dortmund vorstellen kann. Das bestätigte VfL-Manager Klaus Allofs.

André Schürrle
Getty Images

André Schürrle


@@ 18.00

@@ 17.35 Uhr

Schürrle teilt Wolfsburg Wechselwunsch mit

Der Wechsel von André Schürrle zu Borussia Dortmund wird offenbar konkreter. Nach Angaben der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" hat der Nationalspieler dem VfL Wolfsburg seinen Wunsch mitgeteilt, für den BVB zu spielen.

"André hat uns gesagt, dass er sich das mit Dortmund vorstellen kann", zitiert die Zeitung VfL-Manager Klaus Allofs. Er und Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking sollen mit Schürrle in Frankreich telefoniert haben. Beide seien über den Wechselwunsch des Offensivspielers, der beim VfL noch einen Vertrag bis 2019 besitzt, in Kenntnis gesetzt geworden und hätten mit dem 25-Jährigen über einen möglichen Wechsel gesprochen.

Der Poker hat damit begonnen, aber die Angelegenheit könnte eine Hängepartie werden, denn ohne eine ordentliche Ablösesumme will Wolfsburg Schürrle offenbar nicht ziehen lassen.

Schürrle könnte bei Dortmund Henrich Mchitarjan ersetzen, der zu Manchester United gewechselt ist.

@@ 16.40 Uhr

Anstoß Steinmeier: 1:1 im Diplomaten-Spiel

Frankreichs und Deutschlands Diplomaten haben das EM-Halbfinale schon gespielt: In einem 96-sekündigen Video führt Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zunächst den Anstoß aus, ehe Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes den Ball über die Straßen von Berlin zum symbolischen 1:0 in die französische Botschaft schießen.

Der Konter folgt prompt: Angeführt von Botschafter Philippe Étienne treiben Frankreichs Diplomaten den Ball zurück zum deutschen Ministerium und erzielen so den Ausgleich zum 1:1. Am Ende des Kurzfilms lassen Steinmeier und Étienne noch durchblicken, dass sie natürlich an einen Sieg ihres Landes beim Halbfinale in Marseille glauben - beide tippen auf 2:1 für ihre Teams.

@@ 15.38 Uhr

Ob das Tanzritual an der Südschule in Kamen Glück bringt?

@@ 15.25

Tausende Fans feiern friedlich in Marseille

Ticketverkäufer in Marseille
DPA

Ticketverkäufer in Marseille

Wenige Stunden vor dem Anpfiff zum Halbfinale haben sich Tausende Fans in Marseille versammelt. In Cafés und Restaurants saßen gemischte Grüppchen, auf offener Straße gab es Verbrüderungsgesten. Aus Deutschland angereiste Fußball-Fans sprachen von einem tollen Empfang durch die französischen Gastgeber.

Es sind sogar noch Tickets für die Partie zu haben - allerdings werden dafür von Fans und Schwarzmarkthändlern bis zu 500 Euro verlangt.

@@ 14.25 Uhr

Équipe Tricolore

In Frankreich heißt die DFB-Elf nur "Die Mannschaft". Aber wie werden die französischen Nationalspieler in Deutschland genannt? Les Bleus (die Blauen) zum Beispiel. Der Name kommt von der Farbe der Nationaltrikots. Aber es ist auch die Rede von der Équipe Tricolore - der Name bezieht sich auf die drei Farben in der französischen Flagge.

In Zeitungsartikeln aus dem deutschsprachigen Raum ist zum ersten Mal in den Fünfzigerjahren die Rede von der Équipe Tricolore. Allerdings werden damit nicht nur die Fußballer bezeichnet, sondern auch die Radsportler. In Frankreich selbst wird der Begriff kaum verwendet, dort gilt er als veraltet.

@@13.01 Uhr

"Unter Wasser gedrückt"

Fußballer Thomas Müller
DPA

Fußballer Thomas Müller

Bundesliga, Champions League, DFB-Pokal und dann auch noch eine Europameisterschaft: Manchmal kommt es Nationalspieler Thomas Müller so vor, als sei sein Beruf ein Überlebenskampf. "Du darfst drei Wochen Luft holen, dann wirst du wieder unter Wasser gedrückt. Mental ist das schon eine große Belastung", sagt Müller. "Wenn man bekannt ist, hat man auch privat kaum Ruhepausen. Das ist nervenaufreibend."

Es geht Müller nicht um die körperliche Belastung, er könne ja "selten still sitzen" und habe "immer viel Energie". Es geht ihm um die Belastungen für die Psyche. "Wir wollen uns nicht beklagen", betont er, "aber man sollte es auch nicht unter den Teppich kehren."

Erst in der vergangenen Woche hatte Ewald Lienen, Trainer des Zweitligisten FC St. Pauli, die Diskussion angestoßen. "Die Spitzenspieler sind für mich völlig überlastet." Diese Leute können sich fast nie regenerieren oder erholen." Er selbst "hätte gar keinen Bock, da zu spielen! Das ist ein derartiger Stress - auch rein psychisch".

@@ 12.42 Uhr

Fußballfans in Marseille

Es wird heiß

In Marseille, wo an diesem Donnerstag Deutschland gegen Frankreich spielt, zeigen die Thermometer gerade mehr als 30 Grad an. Aber das schreckt Toni Kroos nicht ab. "Ich spiele lieber bei Hitze als bei Regen oder Kälte", sagte der Mittelfeldspieler: "Die Hitze spielt keine Rolle für uns."

@@ 12.12 Uhr

"Stage is set!"

@@ 11.25 Uhr

Waliser werden in Cardiff geehrt

Mit vielen "Huhs!" und lautem Klatschen ist die isländische Fußballnationalmannschaft in Reykjavik empfangen worden. Auch die Waliser sollen nun feierlich in ihrer Heimat begrüßt werden. Das walisische EM-Team um Superstar Gareth Bale wird am Freitag in der Hauptstadt Cardiff empfangen. Nach dem Halbfinale gegen Portugal soll das Team zunächst 90 Minuten lang in einem offenen Bus durch die Stadt fahren, um dann im Cardiff City Stadium auf der Bühne geehrt zu werden.

@@ 10.35 Uhr

"Diolch"

Die roten T-Shirts der Waliser
AP

Die roten T-Shirts der Waliser

Die Fußballspieler aus Wales hatten nach der Niederlage gegen Portugal am späten Mittwochabend ihre dunklen Trikots gegen rote T-Shirts getauscht. Darauf war in weißen Buchstaben "Diolch" zu lesen. Doch was hat das zu bedeuten? "Diolch" ist das walisische Wort für Danke. Spieler Gareth Bale sagte: "Wir haben die besten Fans der Welt, mit Abstand." Wie alle Spieler des EM-Debütanten war der Superstar von Real Madrid in seiner Gefühlswelt hin- und hergerissen: "Wir sind unglaublich enttäuscht. Aber vor allem sind wir stolz."

@@ 9.23 Uhr

Der millionste Besucher

Die Fußball-Fanmeile der französischen Hauptstadt Paris hat einen neuen Rekord. Um 19 Uhr - also kurz vor dem EM-Halbfinale zwischen Portugal und Wales (2:0) - sei der millionste Besucher auf dem Marsfeld vor dem Eiffelturm empfangen worden, teilten die Veranstalter mit. Pro Spiel bietet das Fanfest rund 92.000 Fans Platz.

@@ 9.00 Uhr

Frankreich macht sich Mut

Die deutsche Fußballnationalmannschaft gilt in Frankreich als Angstgegner. Aber auch abseits des Platzes scheint das Land manchmal einen gewissen Minderwertigkeitskomplex gegenüber dem Nachbarn zu haben. Vor dem Halbfinale hat das Magazin "L'Obs" seinen französischen Lesern im Internet nun Mut gemacht.

Christian Ehrhoff (links) gegen den Franzosen Yohann Auvitu
DPA

Christian Ehrhoff (links) gegen den Franzosen Yohann Auvitu

Unter dem Titel "Nein, Deutschland gewinnt nicht immer" führt es 20 Beispiele auf, bei denen Frankreich die Nase vorn hat. Darunter nennt es zum Beispiel die Zahl der ausländischen Touristen pro Jahr (etwa zweieinhalb mal mehr als in Deutschland) und die höhere Geburtenrate. Aber auch, dass die Franzosen im Schnitt länger arbeiten, mehr Unternehmen gründen und in diesem Jahr im Eishockey gegen Deutschland gewonnen haben. Auf dem Rasen hilft das natürlich nichts.

@@ 8.57 Uhr

Jogis Heimatstadt Schönau im Schwarzwald wünscht Glück

Portugiesische Fans auf dem Champ de Mars in Paris
AFP

Portugiesische Fans auf dem Champ de Mars in Paris

@@ 7.36 Uhr Pressestimmen

"Wales Online" (über die Mannschaft): "Wales, wir haben dich für die Qualifikation für das Turnier geliebt. Und wir haben dich mehr und mehr geliebt, mit jedem schwer zu glaubenden Schritt. Was du getan hast, ist historisch. Es wird niemals vergessen werden. Du hast nicht nur das Halbfinale eines Turniers erreicht, bist weiter gekommen als Fußball-Großmächte und Länder, die 20-mal größer sind als du. Was du getan hast, geht viel tiefer. Du hast einem ganzen Land ein Gespür von Stolz und Patriotismus gegeben. Für einen Monat sind wir beschwingt durchs Leben gegangen."

"Wales Online" (über die Fans): "Du hast deine neuen französischen Freunde auf Schultern getragen, hast Restaurantbesitzer und Kebab-Besitzer umarmt, hast ihre Pubs in Gesangssäle verwandelt, hast ihre Bars leer getrunken, bist in ihren Brunnen geschwommen, bist auf ihre Bäume geklettert und hast ihnen die besten Nächte beschert, die sie jemals hatten. Deshalb nennen sie euch die besten Fans der Welt. Es ist an der Zeit, nach Hause zu kommen. Aber jetzt kennt die Welt Wales. Und sie hat sich in uns verliebt. Danke euch allen. Jedem einzelnen von euch."

"South Wales Evening Post": "Der Euro-Traum ist endgültig vorbei, zerschmettert von der portugiesischen Bedrohung, die Cristiano Ronaldo genannt wird. Sie verlassen Frankreich als die großen Sieger von den 24 Teams, die Mitte Juni diese EM mit Hoffnung und Optimismus begonnen haben. Es gibt das alte Sprichwort im Sport, dass sich niemand an geschlagene Halbfinalisten erinnert. Nicht in diesem Fall. Keine Chance."

"Western Telegraph": "Sie bekommen nicht ihr märchenhaftes Ende am Sonntag im Finale von Paris, aber sie werden nach Hause zurückkehren und wie Helden begrüßt."

kha/dpa/sid



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